Bezirkstreffen der Jugenddienste

Nachhaltige Entwicklung als Handlungsprinzip der Jugenddienste

Mittwoch, 20. Juli 2022 | 17:21 Uhr

Bozen – Jugendarbeit ist zukunftsrelevant. Dies zeigten die drei Bezirkstreffen in Meran, Bruneck und Brixen für die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder der Jugenddienste, welche von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste organisiert wurden. Information, Vernetzung und Wissenstransfer sind wichtige Voraussetzung für die Arbeit der 20 Jugenddienste und standen deshalb gemeinsam mit dem Schwerpunktthema „Nachhaltigkeit“ im Mittelpunkt der Treffen. Nachhaltigkeit bedeutet für die Jugenddienste, die Lebenssituation von jungen Menschen zu verbessern, ohne gleichzeitig die Lebenschancen zukünftiger Generationen zu gefährden. Den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung kann sich eine Gesellschaft nur als Ganzes stellen.

Bezirkstreffen als Orte der Begegnung für ehrenamtliche Vorstände der Jugenddienste

Die Bezirkstreffen als Informations- und Vernetzungstreffen für ehrenamtliche Vorstandsmitglieder bestehen bereits seit einigen Jahren und sie werden von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) als Zusammenschluss der 20 Jugenddienste organisiert. „Ziel solcher Treffen ist es, dass sich die ehrenamtlichen Vorstände der Jugenddienste austauschen, ihre Kompetenzen bündeln können, sich gegenseitig unterstützen und voneinander profitieren.“, so die Vorsitzende der AGJD Sonja Plank. Bei den Vernetzungstreffen geben die ehrenamtlichen Vorstände und Geschäftsführer:innen der Jugenddienst Einblicke in die Herausforderungen und Sternstunden. Es wurde über den aktuellen Fachkräftemangel, welcher auch vor der Jugendarbeit nicht Halt macht, den notwendigen Bürokratieabbau und die vielen Anforderungen, welche gerade Ehrenamtliche zu meistern haben, genauso diskutiert wie über die aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklungen und Umbrüche und deren Folgen für junge Menschen bzw. die Jugendarbeit. „Nachhaltigkeit“ als Schwerpunktthema der drei Treffen und gleichzeitigem Handlungsprinzip der Jugenddienste stand im Mittelpunkt der Bezirkstreffen.

Nachhaltigkeit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wird häufig inflationär und mit unterschiedlicher Bedeutung verwendet, jedoch muss nachhaltige Entwicklung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gesehen werden. Die vielen vorgestellten Projekte, Arbeitsansätze und Initiativen der Jugenddienste bei den Bezirkstreffen zeigen, dass „Nachhaltigkeit“ die Triebfeder des Handels der Jugenddienste ist und die Jugendarbeit mitverantwortlich für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Umwelt und Gesellschaft beiträgt. Bildung spielt eine wichtige Rolle, um Vieles zu initiiert, umzusetzen und strukturell zu verankern und so die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Die Jugendarbeit als plurale Bildungs- und Erfahrungswelt leistet im Bereich der non formalen Bildung hierfür einen großen Beitrag.

Nachhaltigkeit als Triebfeder mit sowohl ökologischen, als auch ökonomischen sowie sozialen Aspekten

Die Veranstaltungsorte der Bezirkstreffen verdeutlichen, wie eng das Thema Nachhaltigkeit mit den Jugenddiensten zusammenhängt. Das erste Treffen fand im HUB 37 (Jugenddienst Meran) in Meran statt. Dort sind das Projekt Work Up, welches jungen Menschen ein Arbeitstraining bietet und die Streetworker angesiedelt. Jugendarbeit ermöglicht es jungen Menschen – auch in Situation von Benachteiligung oder gesellschaftlichen Ausgrenzung – sich ihrer Fähigkeiten bewusst zu werden und diese zu entwickeln. Das zweite Bezirkstreffen fand im Flatschwaldile in St. Georgen/Bruneck statt. Der Walderlebnispfad bildet einen neuen generationsübergreifenden Erholungsraum im Dorf und der Gemeinde. Junge Menschen haben hier gemeinsam mit Unterstützung des Jugenddienstes Bruneck einen Ort der Achtsamkeit und des Erlebens entworfen. In Brixen waren die Jugenddienste zu Gast im Haus der Solidarität und bei der OEW – Organisation für Eine solidarische Welt. Neben einem spannenden Einblick in beide Einrichtungen, zeigte sich auch, wie wichtig Vernetzung und lokale Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung ist.

„Die Pandemie, aber auch die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen zeigen, dass Zusammenarbeit, Vernetzung, Solidarität und Austausch wichtiger denn je sind. Deshalb ist es der AGJD als Zusammenschluss der Jugenddienste ein Anliegen, diese noch stärker zu vernetzen und sich gemeinsam nachhaltig dafür einzusetzen, dass wir die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als wir sie vorgefunden haben. Die Jugenddienste sind in diesem Sinne zukunftsrelevant und Weltverbesserer.“, so abschließend die Vorsitzende des Dachverbandes der Jugenddienste Sonja Plank.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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