Gerhard Richter vor seinem Foucaultschen Pendel und einer Glastafel

Neuer Pilgerort: Gerhard Richter zeigt Pendel in Münster

Samstag, 16. Juni 2018 | 16:10 Uhr

Das westfälische Münster ist um eine Kulturattraktion reicher. Maler und Bildhauer Gerhard Richter, für dessen Werke weltweit zweistellige Millionen-Summen bezahlt werden, spendierte der Stadt das Werk “Zwei Graue Doppelspiegel für ein Pendel”. Richter stellte das von zwei großen Glastafeln gespiegelte Foucaultsche Pendel am Samstag der Öffentlichkeit vor.

Das Foucaultsche Pendel ist von diesem Sonntag an für die Öffentlichkeit in einer entwidmeten Dominikanerkirche in der Innenstadt zugänglich. Im Mittelpunkt des Werkes steht eine 48 Kilogramm schwere Messingkugel, die an einem fast 29 Meter langen Stahlseil über einer dunklen Bodenplatte hängt und mit seiner Bewegung die Erdrotation aufzeigt. Vier sechs Meter hohe Glastafeln, die paarweise vor den Wänden angebracht sind, reflektieren die Bewegung des Pendels und der Kirchenbesucher.

Der Eintritt in das barocke Baudenkmal ist frei. Der 86-jährige Künstler aus Köln hatte sich gewünscht, dass sein Werk nicht in einem Museum hängt, sondern frei zugänglich ist.

Von: APA/dpa

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