Mit 140 Videoprojektoren wird eine digitale Kunstwelt erschaffen

Neues multimediales Museum in Paris widmet sich Klimt

Freitag, 13. April 2018 | 15:23 Uhr

Klimt zieht. Auch multimedial. Während im Wiener MAK der von Frederick Baker eröffnete Virtual Reality Raum mit seiner Wanderung durch “Klimt’s Magic Garden” aufgrund des großen Publikumszuspruchs um einige Monate bis zum 7. Oktober verlängert wurde, setzt auch das neue Pariser Kunstzentrum “Atelier des Lumières” auf Gustav Klimt. Auch Egon Schiele und Friedensreich Hundertwasser sind vertreten.

Mit 140 großen Videoprojektoren wird auf 3.300 Quadratmetern in einer ehemaligen Werkshalle eine digitale Kunstwelt etabliert, in der, unterstützt von entsprechender Musik von Strauss, Chopin oder Mahler, die Wiener Moderne im Zentrum steht. “Wir sind weltweit die größte digitale Installation dieser Art”, versicherte Culturespaces-Präsident Bruno Monnier der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Mit detailgenauen Projektionen von Werken wie dem “Kuss”, der “Goldenen Adele” oder der “Danae” im XXL-Format wendet man sich an ein Familien-Publikum, das sonst Kunstmuseen nicht als Teil seiner Freizeitgestaltung sieht. Statt ein an der Wand hängendes Werk zu betrachten, sei der Eindruck nun so, als könne man in die Werke buchstäblich eintreten. Neben Klimt sind auch Egon Schiele und Friedensreich Hundertwasser in der bis 11. November geöffneten Multimedia-Schau vertreten.

Mit dem “Atelier des Lumières” möchte der Betreiber an den Erfolg seiner 2012 im südfranzösischen Ort Baux-de-Provence etablierten “Carrières de Lumières” anschließen, die jährlich rund 600.000 Besucher anziehen. Für die nächste Schau sind Van Gogh oder Marc Chagall ins Auge gefasst.

Von: APA/ag.

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