Werkstätte Begrenzerwald nun auf UNESCO-Register

Österreichische Handwerkszentren erhielten UNESCO-Urkunden

Donnerstag, 20. Juli 2017 | 17:30 Uhr

Die drei österreichischen Handwerksbetriebe Werkraum Bregenzerwald (Vorarlberg), das Textile Zentrum Haslach und das Hand.Werk.Haus Salzkammergut (beide Oberösterreich) sind im vergangenen Dezember in das “UNESCO-Register guter Praxisbeispiele für die Erhaltung des immateriellen Kulturerbes” aufgenommen worden. Am Donnerstag überreichte Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) die Urkunden.

Geehrt werden Programme und Projekte, die die Erhaltung und die Weitergabe des Immateriellen Kulturerbes zum Ziel haben. Das “Register guter Praxisbeispiele” ist dabei eine von drei Listen des Immateriellen Kulturerbes, zu denen auch die Repräsentative Liste und jene des dringend erhaltungsbedürftigen Immateriellen Kulturerbes gehören. Insgesamt 391 Bräuche, Handwerkstechniken oder Naturwissen finden sich derzeit auf den Listen, darunter etwa der Tango, die traditionelle chinesische Medizin oder die italienische Geigenbaukunst.

Der 1999 gegründete Werkraum Bregenzerwald ist eine Kooperation von Handwerkern, die – als Verein organisiert – ihren Mitgliedern Hilfestellung bietet. Das Textile Zentrum Haslach ist in einem ehemaligen Fabrikareal beheimatet und umfasst fünf Partner, welche die Textiltradition des Mühlviertels fortführen wollen. Und das Hand.Werk.Haus Salzkammergut ist Treffpunkt für Handwerker aus dem gesamten Salzkammergut. Die drei Initiativen setzen auf regional-spezifische Maßnahmen, kreative Vermittlung des Wissens und Kooperationen mit anderen Institutionen wie dem vorarlberg museum, der Vienna Design Week oder dem Royal College of Art in London.

“Mit den prämierten Handwerkshäusern ist Österreich erstmals im UNESCO-Register vertreten”, zeigte sich Drozda bei der Übergabe der Urkunden im Werkraum Bregenzerwald in Andelsbuch stolz. Er betonte, dass handwerkliche Traditionen die Vergangenheit mit der Gegenwart verbinden. “Alle drei ausgezeichneten Projekte leisten nicht nur einen Beitrag zur Bewahrung unseres kulturellen Gedächtnisses, sondern sind auch Impulsgeber für die Zukunft”, so der Kulturminister.

Von: apa