Lunacek hielt die Ansprache

Österreichischer Berlinale-Filmempfang mit grünen Themen

Sonntag, 23. Februar 2020 | 15:15 Uhr

Erneut großer Österreich-Anteil bei der Berlinale: “Es ist eine Berlinale, die große Veränderungen einleitet, aber wenn es eine Konstante gibt, dann ist das der österreichische Filmempfang”, sagte der österreichische Botschafter in Berlin, Peter Huber, am Sonntag anlässlich des traditionellen Film-Empfangs in der österreichischen Botschaft. Jedes Jahr kämen mehr Gäste als zuvor.

Diesmal wurden etwa 300 Gäste empfangen, darunter die Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ). Heuer sind es neun Lang- und Kurzfilme, die mit einer wie immer gearteten österreichischen Beteiligung an der Berlinale teilnehmen. Regisseure, Produzenten und Schauspieler dieser Streifen kamen zum Empfang.

Diesmal hatte er einen unüberhörbar ökologischen Schwerpunkt. Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) zitierte in ihrer Ansprache den Grafenegger Filmpreis, der als “grüner Event” veranstaltet worden sei und stellte Fragen an die Gäste der Filmbranche: “Wie wird produziert, welche Verkehrsmittel verwenden Sie, was passiert mit dem Müll?” Manche würden fragen, ob man darüber reden müsse, sagte Lunacek und antwortete gleich selbst: “Ja, wir müssen darüber reden, bei jeder Art von Arbeit.”

Für sie als Kulturpolitikerin seine zwei Dinge wichtig: die Teilhabe an der Kultur und mit oft Kontroversem darzustellen, “wohin wir mit der Gesellschaft hin wollen, gerade in Zeiten, wo uns Fake News um die Ohren zischen”. Die Kulturstaatssekretärin sagte, dass sie sich mehrere Tage in Berlin aufhalten und sich einige österreichische Beiträge ansehen werde. Lunacek freute sich über die steigende Zahl an Regisseurinnen und darüber, dass erstmals eine Serie (“Freud”) vom ORF gemeinsam mit einer Plattform, Netflix, gedreht wurde. “Ich weiß, dass das Diskussionen erregt und manche fragen: Ist das notwendig?” Sie aber finde es “toll, wenn österreichische Filme anderswo bekannt werden” und Österreich bei Innovationen dabei sei.

Der traditionelle österreichische Filmempfang mag eine Konstante sein, und doch hat sich diesmal etwas verändert: An den offiziellen Teil anschließend lud Staatssekretärin Lunacek zu einem rein vegetarischen Buffet.

Von: apa