In Grafenegg findet das Jubiläum statt

Österreichischer Filmpreis feiert in Grafenegg Jubiläum

Montag, 20. Januar 2020 | 01:05 Uhr

Der Österreichische Filmpreis feiert heuer Jubiläum: Zum zehnten Mal wird die Trophäe der heimischen Filmwirtschaft am 30. Jänner in Grafenegg verliehen – nachdem man turnusmäßig zwischen Wien und Niederösterreich wechselt. 2011 wurde der von der kurz zuvor ins Leben gerufenen Österreichischen Filmakademie initiierte Preis erstmals vergeben.

Entsprechend nutzt die Filmakademie, der als Präsidentenduo seit 2013 Oscarregisseur Stefan Ruzowitzky und Schauspielerin Ursula Strass vorstehen, die Gelegenheit, auch bereits im Vorfeld zu feiern. Eine besondere Würdigung lässt man dem Jubiläum durch einen eigenen “Akademietag” zuteilwerden, der am 24. Jänner in den Räumlichkeiten der Wirtschaftskammer Wien angesetzt ist. Auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich, wird in drei Gesprächsrunden über verschiedene Aspekte der Filmwirtschaft debattiert.

Zum einen wird in einem Nachhaltigkeitstalk der Frage nachgegangen, wie sich die Branche in Zeiten der Klimadebatten ökologischer positionieren kann. In einem zweiten Panel geht es um die Lage des Dokumentarfilms. Und im dritten Teil des Tages widmet man sich der Preisskulptur, die von Starkünstlerin VALIE EXPORT einst für die Gala entworfen wurde, wobei in diesem Rahmen auch eine Doku über die aus einem Betonkern steigende Treppe präsentiert wird.

Auch nach der Gala in Grafenegg ist noch nicht Schluss mit den Feierlichkeiten. Am Wochenende nach der Gala (1. und 2. Februar) werden im Wiener Votivkino die Preisträgerfilme aus den Sparten Bester Spielfilm, Bester Dokumentarfilm und Bester Kurzfilm gezeigt. Dabei belässt man es freilich im Votivkino nicht. Unter dem Titel “10 Jahre, 10 Filme” lässt Kuratorin Alexandra Seibel ab 12. Februar allmonatlich im Wiener Votivkino die vergangenen Galas revuepassieren und hat sich dafür nach subjektiven Kriterien ein Werk herausgesucht, das einstmals für den Filmpreis nominiert war, wobei die Projektionen von Gesprächen flankiert werden. “Die Auswahl selbst ist eklektisch und lückenhaft. Es handelt sich dabei um Filme, von denen ich Lust hatte, sie noch einmal im Kino zu sehen”, so Seibel.

Als weitere Besonderheit veröffentlicht man auf der bald neugestalteten Internetseite der Akademie (www.oesterreichische-filmakademie.at/) eine digitale Festschrift aus Texten und Interviews mit Proponenten wie Ursula Strauss, Stefan Ruzowitzky, Martin Gschlacht oder Katharina Wöppermann. Diese blicken auf die Entstehung der Akademie zurück und machen sich zugleich Gedanken über die Zukunft.

Traditionell findet überdies bereits am Donnerstag (23. Jänner) im Wiener Rathaus der “Abend der Nominierten” statt. Unter Moderation von Vorstandsmitglied Mercedes Echerer werden hier unter anderem die 79 Nominierten des heurigen Preise im kleinen Kreis gewürdigt.

Bei der Preisgala am 30. Jänner geht dann Jessica Hausners “Little Joe” als Favorit ins Rennen. Der Thriller liegt mit zehn Nominierungen an der Spitze des Feldes. Mit einem gewissen Respektabstand folgt mit sieben Nominierungen Marie Kreutzers Psychostudie “Der Boden unter den Füßen”, der sich Sudabeh Mortezais Straßenstrichporträt “Joy” mit sechs Nennungen anschließt. Auf ebenfalls sechs Siegchancen kommt “Nevrland”, das Langfilmdebüt von Regisseur Gregor Schmidinger.

Die Regie bei der unter dem Nachhaltigkeitsmotto “Green Film” stehenden Show, die Pilotveranstaltung für den Zertifizierungsprozess der Akademie für das Österreichische Umweltzeichen dienen soll, wird dabei zum zweiten Mal Mirjam Unger übernehmen. Moderiert wird die Gala, die mit der Kategorie des besucherstärksten Films heuer auch eine neue Sparte aufweisen kann, von Schauspielerin Salka Weber und dem Regisseur Markus Schleinzer.

Von: apa

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