Qualitätsentwicklung gemeinsam mit dem österreichischen Dachverband

Offene Jugendarbeit bleibt nicht stehen

Donnerstag, 16. Juli 2015 | 17:07 Uhr

Bozen – Auf Einladung des Netzwerks der Jugendtreffs und –zentren Südtirols (n.e.t.z.) kamen kürzlich zehn VertreterInnen des österreichischen Dachverbands der Offenen Jugendarbeit (bOJA) nach Bozen. Beide Verbände kooperieren derzeit in der Qualitätsentwicklung im Bereich Offener Jugendarbeit.

Ähnliche Ausgangslagen

Die Südtiroler Offene Jugendarbeit orientiert sich in vielen Bereichen an ihrem nördlichen Nachbarn, wo ähnliche Ausgangslagen vorherrschen. So ist es umso erfreulicher, dass im Rahmen eines Erasmus+ Projektes beide Partner jetzt gemeinsam die Qualität Offener Jugendarbeit durchleuchten und optimieren können. Denn, wie der Vorsitzende des n.e.t.z Wolfram Nothdurfter in seiner Begrüßung formulierte: „Offene Jugendarbeit darf nicht stehenbleiben. Sie muss ähnlich wie Wirtschaftsbetriebe ihre Produkte immer wieder weiterentwickeln“

Am Bedarf orientiert

Dass Offene Jugendarbeit immer wieder neue Angebote hervorgebracht hat und so auf aktuelle Erfordernisse einzugehen weiß, beweisen vielen Beispiele: die vielen Ferienprogramme, Öffnungszeiten für MittelschülerInnen, Workshops zu Themen wie Internet, Glücksspiel, Mobbing,… sind nur einige davon. Dabei hat die Jugendarbeit stets mehrere Anspruchsgruppen im Blick: vor allem natürlich die jungen Menschen des Ortes, aber auch die Geldgeber, die Familien, andere PartnerInnen wie Schulen, Sozialdienste, usw.

Systematische Unterstützung für Jugendzentren

n.e.t.z. und bOJA arbeiten jetzt gemeinsam an systematischen Hilfsmitteln, um Angebot und Nachfrage abgleichen zu können. Jugendzentren und –treffs können künftig Datenbanken, Fragebögen, Interviewleitfäden und vieles mehr nutzen. So bekommen sie ein Bild von ihren Leistungen und Wirkungen und können, im Dialog mit ihren NutzerInnen und PartnerInnen vor Ort, ihre Qualität weiterentwickeln.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen