Diese große Oper war zuletzt 1975 im Festivalprogramm

Osterfestspiele mit Wagners “Meistersinger von Nürnberg”

Dienstag, 09. April 2019 | 11:01 Uhr

Die 1967 von Herbert von Karajan gegründeten Osterfestspiele Salzburg werden am kommenden Samstag eröffnet. Im Zentrum der oft als Nobel-Festival bezeichneten Osterfestspiele stehen “Die Meistersinger von Nürnberg” von Richard Wagner. Diese große Oper war zuletzt 1975 im Festivalprogramm. Musikalischer Leiter dieser Neuproduktion ist Christian Thielemann.

In Szene gesetzt wird Wagners Spätwerk von Jens-Daniel Herzog. Die Ausstattung stammt von Mathis Neidhardt und Sibylle Gädeke. Als Solisten verpflichtet wurden Georg Zeppenfeld als Hans Sachs, Vitalij Kowaljow als Veit Pogner, Adrian Eröd als Beckmesser, Klaus Florian Vogt als Walther von Stolzing, Jacquelyn Wagner als Eva und Sebastian Kohlhepp als David. Im Graben des Großen Festspielhauses Platz nehmen wird die Sächsische Staatskapelle Dresden. Dieses Traditionsorchester gestaltet die Osterfestspiele Salzburg seit 2013.

Der künstlerische Leiter der bis zum 22. April dauernden Osterfestspiele Salzburg, Christian Thielemann, hat am 1. April dieses Jahres seinen 60. Geburtstag begangen. Die “Meistersinger” gelten als die Lieblingsoper des Karajan-Schülers. Thielemann wird sich diese Oper quasi selbst – und seinem Publikum – zum Geburtstagsgeschenk machen.

Die mit Spannung erwartete Uraufführung des Auftragswerkes “Der Zorn Gottes” von Sofia Gubaidulina findet heuer hingegen nicht statt. Zwar ist das Orchesterwerk der 87-jährigen Komponistin fertig. Aber die Arbeiten wurden so knapp abgeschlossen, dass die Probezeit zu knapp geworden sei, wie die Festivalleitung erklärte. “Der Zorn Gottes” soll daher im kommenden Jahr erstmals aufgeführt werden. Eine Uraufführung gibt es dennoch, und zwar die im Auftrag der Osterfestspiele Salzburg und der Staatsoper Hamburg entstandene Kammeroper “Therese” des jungen deutschen Komponisten Philipp Maintz.

Im Konzertprogramm spannen die Osterfestspiele einen Bogen vom Barock über die Klassik und Romantik bis zur Gegenwart. Das erste Orchesterkonzert wird von Mariss Jansons geleitet. Der Träger des Herbert-von-Karajan-Preises 2019 wird Haydns “Militärsinfonie” sowie Mahlers “Vierte Symphonie” interpretieren (14. und 21. April). Im zweiten Orchesterkonzert steht Thielemann selbst am Pult und dirigiert Mendelssohn Bartholdys “Violinkonzert” (Solist: Frank Peter Zimmermann), die “Jubel-Ouvertüre” von Carl Maria von Weber sowie die “Große C-Dur-Symphonie” von Franz Schubert (15. und 20. April).

Im Chorkonzert unter der Leitung von Christoph Eschenbach steht Dvoraks “Stabat Mater” auf dem Programm. Die Solisten sind Venera Gimadieva, Elisabeth Kulman, Pavol Breslik und Rene Pape (16. und 19. April). Außerdem gibt es ein “Konzert für Salzburg” mit Bach und Mozart (18. April) sowie ein Kammerkonzert mit Schubert, Schönberg und Beethoven (16. und 20. April). In Arnold Schönbergs “Ode an Napoleon Buonaparte” wird Tobias Moretti als Sprecher auftreten.

Für einige Veranstaltungen gibt es noch Restkarten. Mehr dazu auf www.osterfestspiele-salzburg.at.

Von: apa