Patrick Vollrath studierte Regie an der Filmakademie Wien

Patrick Vollrath-Langfilmdebüt mit 800.000 Euro gefördert

Dienstag, 11. April 2017 | 14:30 Uhr

Damit lässt es sich ganz gut abheben: Patrick Vollrath wurden für den Flugzeug-Thriller “7500” 800.000 Euro von der Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen zugesprochen, wie diese nach ihrer 160. Fördersitzung mitteilte. Der 32-jährige Vollrath, der für seinen Abschlussfilm “Alles wird gut” an der Filmakademie Wien für einen Oscar nominiert war, gibt damit sein Langfilmdebüt.

Betitelt mit jener Zahlenkombination, die in der internationalen Luftfahrt für eine Flugzeugentführung steht, spielt “7500” ausschließlich im Cockpit eines Airbus A319. Auf einem Flug von Berlin nach Paris sieht sich der junge Co-Pilot Tobias Ellis mit Terroristen konfrontiert, die in das Cockpit eindringen und das Flugzeug entführen wollen. “Es beginnt ein Kampf zwischen Besatzung und Terroristen, eine Zerreißprobe zwischen dem Wunsch, einzelne Leben zu retten und noch größeren Schaden abzuwenden”, so die Beschreibung der Kölner augenschein filmproduktion, die den Film gemeinsam mit der Wiener Novotny & Novotny produziert. “Die Cockpittür wird zum Kampfgebiet und Tobias gelangt in die Position, über Leben und Tod entscheiden zu müssen.”

Für die Rolle des Co-Piloten konnte US-Schauspieler Paul Dano (32) gewonnen werden, bekannt für u.a. “Little Miss Sunshine” und “There Will Be Blood” und vielfach ausgezeichnet für seine Rolle des Beach-Boys-Frontmanns Brian Wilson in “Love & Mercy”. Gedreht wird laut Mitteilung in den Kölner MMC Studios. Als Kameramann fungiert, wie schon bei “Alles wird gut”, Sebastian Thaler, Sohn des renommierten österreichischen Kameramanns Wolfgang Thaler.

Der gebürtige Niedersachse Patrick Vollrath studierte von 2008 bis 2015 Regie in der Klasse des Oscar- und Goldene-Palme-Preisträgers Michael Haneke an der Filmakademie Wien, wo “Alles wird gut” als Abschlussfilm entstand. Das 30-minütige Vater-Tochter-Drama wurde seither mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Max-Ophüls-Preis als bester mittellanger Film, dem First Steps Award, dem bronzenen Studenten-Oscar in der Auslandskategorie sowie dem Österreichischen Filmpreis. 2016 folgte die Nominierung für den Oscar in der Kategorie “Best Live Action Short Film”.

Von: apa