Beschlussantrag von Pöder und Oberhofer

“Religions- und Werteunterricht an Schulen fördern und unterstützen”

Donnerstag, 09. April 2015 | 12:14 Uhr

Bozen – In einem gemeinsamen Beschlussantrag schlagen die Landtagsabgeordneten Tamara Oberhofer (Die Freiheitlichen) und Andreas Pöder (BürgerUnion) Maßnahmen zur Aufwertung und Förderung des Religionsunterrichts an Südtirols Schulen vor.

Der Beschlussantrag wurde heute im Rahmen einer Pressekonferenz im Landtag vorgestellt.

Der Abgeordnete Andreas Pöder (BürgerUnion) betonte, dass der Religionsunterricht zu Südtirol und zu Südtirols Schulsystem genauso wie der Geschichte- und Erdkundeunterricht gehört. „Wir dürfen uns nicht aus falsch verstandener Toleranz und stillschweigender Gleichgültigkeit an unsere eigenen Wurzeln sägen. Der Religionsunterricht soll nicht zum geduldeten Anhängsel im Schulsystem sein, auf das man gegebenenfalls auch verzichten kann, sondern nach Möglichkeit sogar ausgebaut werden“, so Pöder.

Tamara Oberhofer (Die Freiheitlichen) unterstrich, dass man in Südtirols Schulen den jungen Menschen jene Werte vermitteln sollte, die sie dann ihrerseits an die künftigen Generationen weitergeben können. „Der Beschlussantrag hat unter anderem auch zum Ziel, die Zahl der Befreiungen zu reduzieren und die Versetzungsrelevanz des Religionsunterrichts nach Möglichkeit einzuführen und zu stärken. Wir wollen mit unserem Antrag eine weitere Reduzierung der Jahresstundenanzahl des Religionsunterrichts verhindern und den Religionsunterricht aufwerten um ihm wieder den Stellenwert zurückzugeben, der ihm in einer Wertegesellschaft  zusteht“, so Tamara Oberhofer.

Der Freiheitliche Parteiobmann Walter Blaas nahm im Rahmen der Pressekonferenz auch die Kirche und Bischof Ivo Muser in die Pflicht.

„Die Südtiroler Kirche muss ebenfalls auf eine Aufwertung des Religionsunterrichtes drängen, wenn sie nicht zuschauen will, wie dieser wichtige Bestandteil der Bildung und Ausbildung ausgehöhlt und an den Rand gedrängt wird“, so Blaas.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen