"Elektra" bei den Salzburger Festspielen, "Festival of the Year"

Salzburger Festspiele wurden “Festival of the Year”

Dienstag, 11. Mai 2021 | 12:00 Uhr

Die Salzburger Festspiele sind bei den International Opera Awards 2021 als “Bestes Festival” ausgezeichnet worden. Das wurde am Montagabend bei einem Online-Event bekanntgegeben. Bestes Opernhaus wurde das Teatro Real Madrid. Die norwegische Sopranistin Lise Davidsen wurde Sängerin des Jahres, der mexikanische Tenor Javier Camarena Sänger des Jahres.

Nachdem die 2020er Gala pandemiebedingt ausfallen musste, seien diesmal sowohl Arbeiten aus 2019 als auch Bestrebungen gewürdigt worden, den Einschränkungen durch das Virus Paroli zu bieten, hieß es. Das gelte insbesondere für das Teatro Real, das nicht nur 2019 eine Saison der Superlative hingelegt habe, sondern auch als eines der ersten Opernhäuser im Juli 2020 mit einer gefeierten “Traviata” den Live-Betrieb unter Corona-Bedingungen wieder aufgenommen habe. Gleiches gelte aber auch für die Salzburger Festspiele, die 2020 mit einem Corona-Sicherheitskonzept durchgeführt und nun nach 2013 bereits zum zweiten Mal als bestes Festival ausgezeichnet wurden. 2014 bekamen die Festspiele den Award für “Norma” als “Beste Neuproduktion des Jahres”, 2017 wurde “The Exterminating Angel” von Thomas Adès in der Kategorie “Uraufführung” ausgezeichnet.

“Der Opera Award ist eine wundervolle Anerkennung für unsere Arbeit und für alle die Künstlerinnen und Künstler, die die Festspiele alljährlich zu einem weltweit beachteten Ereignis machen”, reagierte der Salzburger Festspiel-Intendant Markus Hinterhäuser in einer Aussendung. “Wie schön, dass wir erneut mit einem Opera Award prämiert wurden. Solch eine Auszeichnung gibt uns Mut und Energie in kräfteraubenden Zeiten”, ließ Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler verlauten.

David Pountney erhielt den “Good Governance Award for Leadership in Opera” für seine erfolgreichen Leitungen der Bregenzer Festspiele und der Welsh National Opera. Der Lebenswerk-Preis wurde dem Dirigenten Bernard Haitink überreicht, Dirigent des Jahres wurde Kirill Petrenko, Regisseur des Jahres Robert Carsen, der aktuell das Oratorium “Il trionfo del tempo e del disinganno” von Georg Friedrich Händel in Szene setzt, das bei den Pfingstfestspielen am 21. Mai Premiere hat und am 4. August bei den Salzburger Festspielen wieder aufgenommen wird. Wieder aufgenommen wird auch die “Elektra” des Vorjahres, für die Małgorzata Szczęśniak Bühne und Kostüme entworfen hat. Sie wurde nun als Bühnenbildnerin des Jahres ausgezeichnet.

(S E R V I C E – www.operaawards.org)

Von: apa