Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler

Salzburger Festspielsommer startet mit großem Fest

Donnerstag, 28. Juni 2018 | 12:10 Uhr

Die ganze Stadt ist Bühne: Gemäß dem Motto von Festspielgründer Max Reinhardt geben die Salzburger Festspiele auch heuer mit einem großen, kostenlosen Fest einen Vorgeschmack auf den Sommer. “Wir haben 74 Programmpunkte an 30 Spielorten und geben 10.000 Zählkarten aus”, sagte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler am Donnerstag bei der Präsentation des Festes, das am 20. und 21. Juli stattfindet.

Besonders erfreulich sei, dass das Jedermann-Ensemble, “das ohnehin ziemlich drankommt”, wieder mit so vielen Programmpunkten zum Fest beitrage, meinte Rabl-Stadler. Erstmals werde auch die Präsidentin einen “kleinen, aber erlesenen Programmpunkt” bestreiten, sagte Renate Stelzl, die Organisatorin des Festes zur Festspieleröffnung. Rabl-Stadler wird das eben erschienene Buch “Das Große Festspielhaus – Clemens Holzmeisters Gesamtkunstwerk” vorstellen. Anschließend können Besucher bei Führungen durch das Haus die im Werk beschriebenen Kunstwerke selbst entdecken.

Buhlschaft Stefanie Reinsperger wird im republic aus Eric-Emmanuel Schmidts Erzählung “Oskar und die Dame in Rosa” lesen. Jedermann Tobias Moretti bereitet mit einem handverlesenen Ensemble im Haus für Mozart “A Fiddler’s Tale” von Wynton Marsalis vor – eine Annäherung an die vor 100 Jahren entstandene “Geschichte vom Soldaten” von Igor Strawinsky. Tod Peter Lohmeyer wird beim Fest mit einer Lesung vertreten sein. Johannes Silberschneider, sonst als Glaube im Jedermann zu sehen, wird bei einem Konzert mit dem Quintett ZINQ seine musikalischen Seiten zeigen.

Der Auftritt des Salzburger Festspiele und Theater Kinderchors, der heuer sein zehnjähriges Bestehen feiert, gehört zu den musikalischen Höhepunkten des Festes. Der Chor gibt ein Konzert in der Universitätsaula. Ein Kammerkonzert der Internationalen Sommerakademie Mozarteum, ein Auftritt von Café Drechsler, das Ensemble Klavier Korea oder das Lungauer Blasorchester LuNo Winds zeigen die Vielfalt der musikalischen Darbietungen. Auch die Volkskultur ist wieder stark vertreten, Höhepunkt ist der Fackeltanz auf dem Residenzplatz. Und auch die beliebte Autogrammstunde mit Festspielkünstlern ist wieder fix eingeplant. “Es ist für jeden etwas dabei”, verspricht Rabl-Stadler ein abwechslungsreiches Programm.

Die kostenlosen Zählkarten für das Fest sind ab 7. Juli an der Tageskasse der Salzburger Festspiele erhältlich. Erstmals gibt es auch die Möglichkeit, online über eine APP Zählkarten zu bekommen. Dafür verlangen die Festspiele eine Servicegebühr von fünf Euro pro Karte.

Von: apa