Opernhaus will mittels Digitalisierung den Liebhabern nahe sein

Scala schließt wegen Kultur-Stillstand Abkommen mit Google

Freitag, 08. Mai 2020 | 11:00 Uhr

Die Mailänder Scala hat ein Abkommen mit “Google Arts&Culture” unterzeichnet und macht damit Bilder aus ihrem Archiv zugänglich. 259.000 digitale Bilder aus dem Theaterarchiv werden im Internet abrufbar sein. Damit kann man Bühnenbilder, Kostüme, sowie die berühmtesten Auftritte von Stars wie Maria Callas und Renata Tebaldi bewundern. Opernliebhaber können das erste “Nabucco”-Libretto sehen.

Für dieses Projekt hat Google erstmals für die Abbildung der Kostüme die “Art Camera” verwendet, ein Fotoapparat mit sehr hoher Auflösung (zwischen 6 und 12 Mrd. Pixel), das normalerweise für Fotografien von Gemälden verwendet wird. Damit sind die Details der Szenenkostüme besonders genau zu sehen. Mit “Street View” kann man außerdem die Arbeit der Handwerker beobachten, die Bühnenbilder entwerfen.

Mit der Digitalisierung will die Scala auch in Zeiten der Coronavirus-Epidemie Opernliebhabern nahe sein. Das Theater arbeitet für den Neustart im September. Geplant ist ein großes Konzert im Mailänder Dom mit Giuseppe Verdis “Messa da Requiem” unter dem Dirigat von Scala-Musikdirektor Riccardo Chailly. Zwei weitere Konzerte des Scala-Orchesters sind in Bergamo und Brescia geplant, den beiden von der Epidemie am stärksten betroffenen lombardischen Städte.

Von: apa

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