Die Schau läuft von 16. März bis 3. November

Schallaburg ehrt mit Ausstellung “Der Hände Werk” Handwerk

Donnerstag, 14. März 2019 | 14:30 Uhr

Als “Liebeserklärung an die Hand” im “Jahr des Handwerks” bezeichnet Kurt Farasin, der künstlerische Leiter der Schallaburg, die diesjährige Schau “Der Hände Werk” (16. März bis 3. November). Handwerk werde zunehmend wieder zum gesellschaftlichen Thema, erklärte Farasin am Donnerstag. Zahlreiche Objekte, Kunstwerke und Werkzeuge machen hier historische und aktuelle Aspekte des Handwerks erfahrbar.

Den Eingang passiert man durch ein schmiedeeisernes Tor, in weiterer Folge begegnet man in 23 Räumen u.a. den berühmten Sisi-Sternen, einer sechs Zentimeter großen, spielbaren Miniaturgeige aus Gold oder dem Seidenwebstuhl der nach wie vor tätigen Firma Hetzer aus Waidhofen an der Thaya.

“Der Hände Werk” sei ein Thema, bei dem alle Besucher aus eigener Erfahrung mitreden können, meinte Kuratorin Brigitte Felderer. Sie will nicht nur vergessenes Wissen und Können in Erinnerung rufen, sondern auch in die Zukunft blicken: “Ohne Handwerk ist technologischer Fortschritt gar nicht denkbar.”

Katrin Ecker, ebenfalls Kuratorin, betonte die sozialen und kulturgeschichtlichen Blickpunkte bei der Gestaltung der Ausstellung, bei der auch aktuelle Handwerker und Betriebe “vor den Vorhang geholt” werden. Dazu zählen u.a. die Blaudruckerei von Joseph Koó aus dem burgenländischen Steinberg, die Kupferdruckerei von Wolfgang Schön in Wien oder auch die Firma Test-Fuchs in Groß-Siegharts, die im Waldviertel High-Tech-Produkte für Weltraumtechnik in handwerklichen Verfahren entwickelt, fertigt und prüft.

So lassen sich vom Mittelalter bis in die Gegenwart viele Facetten des Manuellen entdecken. Tradition, Wandel und Innovation sind stets präsent, auch künstlerische Interventionen finden statt, etwa in den ironisch-hintergründigen Auto-Ersatzteilen, die Claudia Märzendorfer aus 7.200 Metern Wolle gestrickt hat. Im letzten Raum schließlich wird auf weiterführende Workshops, Kurse, Initiativen und Manufakturen hingewiesen.

“Viele spannende Begegnungen” wünschen sich die Ausstellungsmacher auf der Schallaburg. Dazu soll nicht zuletzt die “Handwerkstatt” an jedem ersten Wochenende von April bis Oktober beitragen. Alte Techniken, neue Trends und einfache Tricks werden dabei von Profis praktisch vermittelt. Die Schallaburg-Card um 15 Euro gewährt freien Eintritt während der gesamten Ausstellungsdauer, auch zu allen Eigenveranstaltungen, sowie 15 Prozent Ermäßigung für Tickets der Sommerspiele Melk. Weiterführende Infos gibt es unter www.schallaburg.at.

Von: apa