Schwedische Akademie arbeitet an Reformen

Schwedische Akademie will zeitgemäßer werden

Freitag, 07. September 2018 | 10:38 Uhr

Die Schwedische Akademie in Stockholm, die jedes Jahr den Literaturnobelpreis vergibt, hat ihre Statuten ergänzt. Anders Olsson, der Ständige Sekretär, teilte am Freitag mit, man habe über den Sommer mit Hilfe von Juristen versucht, das Regelwerk von 1786 zeitgemäßer zu interpretieren. Wie die neue Interpretation genau aussieht, wurde nicht mitgeteilt.

“Entscheidend war dabei die Klärung der Loyalitätsverpflichtungen ihrer Mitglieder gegenüber der Schwedischen Akademie und klare Anweisungen, wie Fragen des Ausschlusses von Mitgliedern behandelt werden können”, hieß es weiter. Darüber hinaus habe die Akademie am Donnerstagabend Richtlinien für einen Interessenskonflikt beschlossen. “Alle Angelegenheiten der Akademie können einer unparteiischen und objektiven Untersuchung unterzogen werden.”

Die Schwedische Akademie war nach einem Korruptions- und Belästigungsskandal im Frühjahr in eine schwere Krise geraten, die dazu führte, dass die Vergabe des Literaturnobelpreises für dieses Jahr abgesagt werden musste. Erschwerend für den Konflikt war das Statut, wonach die auf Lebenszeit gewählten Mitglieder nicht zurücktreten konnten.

Von: APA/dpa