Der See erhält eine neue schwimmende Plattform

Schwimmendes Kulturzentrum auf Vierwaldstättersee geplant

Sonntag, 20. Mai 2018 | 07:02 Uhr

Auf dem Vierwaldstättersee in der Schweiz soll ein schwimmendes Kulturcenter entstehen. Das Musikpädagogische Forschungs-Zentrum der Wiener Sängerknaben will laut einer Mitteilung vom Sonntag dazu eine bestehende, wegen ihrer Größe aber umstrittene schwimmende Plattform umbauen.

Um das Projekt umzusetzen, reichte die Stiftung mit Sitz im luzernerischen Vitznau eigenen Angaben zufolge beim Kanton Nidwalden ein Gesuch für eine Standplatzbewilligung in Beckenried ein. Dort sollen die Abbruch- und Wiederaufbauarbeiten durchgeführt werden. Die Finanzierung sei gesichert.

Die bisherige Seebühne namens “Seerose” war 2015 für die Zentralschweizer Tourismus-Jubiläumsanlassreihe Gästival gebaut worden. Die 50 mal 50 Meter große Metallkonstruktion ist in Flüelen im Kanton Uri zwischengelagert. Projekte für eine dauerhafte Weiternutzung kamen nicht zustande. Der Landschaftsschutz stört sich am dominanten Erscheinungsbild.

Die Besitzerin plant nun, den Stahlkoloss bis auf den Schwimmkörper zurückzubauen. Die überdimensionierten Rosenblätter sollen einem deutlich kleineren Pavillon weichen. Ziel ist es, lokalen Vereinen, Institutionen und Organisationen aus Kunst, Kultur, Gesellschaft und Gastronomie eine neue Plattform zu bieten. Das Bauwerk soll rund um den Vierwaldstättersee an mehreren Standorten für eine bestimmte Zeit andocken können.

Die Kosten für den Umbau und den künftigen Betrieb trägt die Stiftung. Sie verfügt laut eines Berichts der Zeitung “Zentralschweiz am Sonntag” über 24 Millionen Franken (20,39 Millionen Euro) Eigenkapital und wird vom österreichischen Investor und Musikliebhaber Peter Pühringer finanziert.

Von: APA/ag.

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