Geplante Ausstellungen nach Lockdown eröffnet

Secession plant für 2021 vielschichtiges Programm

Dienstag, 01. Dezember 2020 | 12:00 Uhr

Auch wenn das Ende des (kulturellen) Lockdowns noch nicht absehbar ist, sprießen gegen Ende des Jahres wie gewohnt die Pläne für das kommende Jahr. So gibt nun auch die Secession einen Einblick in die geplanten Ausstellungen.

Den Anfang macht eine Verlängerung: Die aktuelle Ausstellung von Edi Hila wird bis ins neue Jahr gezeigt. Sobald der Lockdown zu Ende ist, eröffnen die bereits für November geplanten und verschobenen Ausstellungen von Lawrence Abu Hamdan und Till Megerle. Hamdan thematisiert in “Impossible Speech” die politischen Dimensionen von Sprache und Klang sowie die Verletzlichkeit der menschlichen Stimme, Megerle widmet sich in “To be kind” in seinen zeichnerischen, fotografischen und filmischen Werken “der Spezifität von Codes und ihrer vielfältigen Resonanz in Körpern und Gesten”.

Das offizielle Ausstellungsjahr 2021 beginnt dann mit Arbeiten der 1937 in Wien geborenen und 1938 mit ihrer Familie nach Großbritannien geflüchteten Künstlerin von Tess Jaray. Sie widmet sich in ihrer formal reduzierten Malerei aus geometrischen, grafischen Mustern “der Analyse der Beziehung zwischen Malerei und Architektur, zwischen Bild und BetrachterIn” (19. Februar bis 11. April). Parallel dazu stehen in der Galerie und im Grafischen Kabinett die Präsentationen des konzeptuellen Zeichners und Bildhauer Frantisek Lesak und dem in Japan geborenen und in New York lebenden Künstler Yuji Agematsu auf dem Programm. Letzterer ist laut Ankündigung “gewissermaßen ein Chronist unserer Zeit und ein Archivar, der scheinbar belanglose Fundstücke von den Straßen seines Wohnorts sammelt und zu Mikro-Skulpturen zusammenstellt”. Seine Ausstellung bleibt bis zum 20. Juni geöffnet.

Ab 23. April ist dann in der Galerie das bildhauerische Werk von Daniel Dewar und Gregory Gicquel zu sehen: “Die beiden experimentieren mit einer Vielzahl von Materialien und Techniken, die sie zunächst autodidaktisch erlernen; den Bruch mit der Tradition stellen die beiden durch die Verbindung der Medien mit ihren Motiven dar”, heißt es in der Ankündigung der Künstler, die in Belgien und Frankreich beheimatetet sind. Ab 13. Mai folgt eine Kooperation mit den Wiener Festwochen: Die aus Zypern stammende und in New York und Athen lebende Choreografin, Tänzerin und Künstlerin Maria Hassabi präsentiert sich im Hauptraum mit der Auftragsarbeit “HERE (2021)”.

Der Sommer bringt schließlich (ab 2. Juli) Ausstellungen von Dominique Gonzalez-Foersters sowie der Filmemacherin und Künstlerin Karimah Ashadu, die in ihren Werken die Lebens- und Arbeitsbedingungen im sozioökonomischen Kontext Westafrikas verhandelt. Im Herbst (ab 17. September) ist im Hauptraum eine Schau von Danh Vo (geboren Vietnam, lebt in Berlin und Mexico City) zu sehen. Der aus Portugal stammende Carlos Bunga stellt in der Galerie aus. Parallel dazu bespielt die Libanesin Rana Hamadeh das Grafische Kabinett, wo sie mit ihren Arbeiten die Infrastrukturen des Rechts und des Militärs sowie der Geschichte des Gesundheitswesens und des Theaters mit dem Ziel untersucht, die Autorität historischer Erzählungen zu hinterfragen.

Beschlossen wird das Ausstellungsjahr der Secession mit der Präsentation von Nairy Baghramian. Die aus dem Iran stammende Künstlerin entwirft eine Antithese zum traditionellen Skulpturenbegriff. Flankiert wird die Schau von den Werkpräsentationen von Sarah Rapson und Nora Turato.

(S E R V I C E – www.secession.at)

Von: apa

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