Harvey Keitel einer der Stargäste

“Slava” in Locarno zur Halbzeit als Wettbewerbsfavorit

Sonntag, 07. August 2016 | 13:00 Uhr

Stars wie Jane Birkin, Stefania Sandrelli und Harvey Keitel am roten Teppich, Matt Damon und Alicia Vikander auf der Leinwand haben bisher beim 69. Internationalen Filmfestival Locarno für Jubel gesorgt. Im Wettbewerb liegt bisher das bulgarische Sozialdrama “Slava” (“Glory”) in der Gunst der Festivalbesucher vorn. Aus Österreich ist “Mister Universo” von Rainer Frimmel und Tizza Covi im Rennen.

In der zweiten Hälfte des noch bis 13. August laufenden Festivals gehen nun auch zwei internationale Gemeinschaftsproduktionen ins Rennen um den Hauptpreis, den Goldenen Leoparden: die deutsch-schweizerische Koproduktion “Marija” des Schweizers Michael Koch und die rumänisch-deutsche Koproduktion “Vernarbte Herzen” des Rumänen Radu Jude.

Noch sind dabei viele Überraschungen möglich. Es stehen einige Wettbewerbsbeiträge aus, die mit vielen Vorschusslorbeeren versehen wurden. Schon vor der Vorführung wird beispielsweise “La idea de un lago” (“Die Idee von einem See”) von Milagros Mumenthaler hoch gehandelt. Die aus Argentinien stammende und überwiegend in der Schweiz lebende Regisseurin hat 2011 in Locarno für ihr Spielfilmdebüt “Offene Türen, offene Fenster” neben dem Goldenen Leoparden vier weitere Preise gewonnen.

Das Festival, das in seinen verschiedenen Sektionen vor allem Filme noch unbekannter Autorinnen und Autoren präsentiert, wird bisher dem Ruf gerecht, eine der schönsten und wirkungsvollsten Tribünen für das junge Kino zu sein. So verwundert es nicht, dass Tausende Filmfans aus aller Welt an den Lago Maggiore gepilgert sind, in kleinen Pensionen, Jugendherbergen oder auf Zeltplätzen übernachten und viele der Filmvorstellungen belagern.

Glimpflich verlief der Versuch eines 37-jährigen Mannes, der in der Nacht auf Samstag versuchte hatte, die Großleinwand auf der Piazza Grande in Brand zu setzen. Der Mann wurde verhaftet, während die Feuerwehr das Feuer rasch unter Kontrolle bringen und größeren Sachschaden verhindern konnte. Der in der Region einschlägig bekannte Brandstifter habe unter Einfluss von Alkohol gehandelt und habe bereits früher andere Einrichtungen der Veranstaltung angezündet, so die Polizei.

Von: APA/dpa

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