Grafiken, Objekte und Animationen der Ausstellung erleichtern den Einblick in die einzelnen Prozesse und Abläufe der Wasserstofftechnologie

Sonderausstellung “Wasserstoff und Zukunft” im Naturmuseum

Montag, 07. September 2015 | 20:47 Uhr

Bozen – Der Bedarf an Energie steigt weltweit. Doch die Verbrennung fossiler Rohstoffe für die Energiegewinnung belastet Umwelt und Klima. Zudem werden wichtige Ressourcen verbraucht. Wie ist dieses Problem lösbar? In der Sonderschau „Wasserstoff und Zukunft”, die LR Florian Mussner am 7. September eröffnet hat, stellen das Naturmuseum und das Wasserstoffzentrum Bozen Wasserstoff als Energieträger vor.

Museen- und Mobilitätslandesrat Florian Mussner verwies bei der Eröffnung der Ausstellung auf die Strategie der EUin der öffentlichen Mobilität alternative bzw. elektrische Antriebsformen einzusetzen. Mehr als 30 europäische Städte und Regionen hätten sich zusammengeschlossen, um  in den nächsten Jahren mehrere hundertWasserstoffbusse einzusetzen und ab 2015 spezifische Förderungen für Wasserstoff-Busse zu lancieren, mit dabei sei auch Südtirol, unterstrich Mussner. Der Landesrat verwies darauf, dass im öffentlichen Liniendienst in Bozen bereits fünf mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenbusse unterwegs seien. „Unsere mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenbusse haben bereits 256.714 Kilometer zurückgelegt und dabei mehr als 290 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart", sagte Mussner.

Der Landesrat hob zudem das besondere Engagement des Naturmuseums in der Vermittlung von naturwissenschaftlichen und technischen Themen, die für das Verständnis des Alltags in einer vom Fortschritt getriebenen Gesellschaft unerlässlich seien, hervor.

„Unsere  Strategie ist es Südtirol bis 2050 zum Klimaland zu machen und somit weniger fossile Energie mehr Alternativ-Energie einzusetzen", erklärte Umwelt- und Energielandesrat Richard Theiner. Südtirol stehe in Sachenerneuerbarer Energie bereits gut da, beispielsweise mit dem Klimahaus, aber die nachhaltige Mobilität stecke noch in den Kinderschuhen, so Theiner. „Gemeinsam wollen wir nun der grünen Mobilität zum Durchbruch zu verhelfen", sagte der Umwelt- und Energielandesrat. Die Ausstellung im Naturmuseum eigne sich den Stand der Technik aufzuzeigen und zu vermitteln, welche Möglichkeiten es in punkto grüne Mobilität gebe, so Theiner.

Bei der Ausstellungseröffnung waren auch Ressortdirektor Valentino Pagani, Roland Psenner, Präsident des wissenschaftlichen Beirates des Naturmuseums, der Direktor des Naturmuseums Vito Zingerle, die Kuratoren der Ausstellung Benno Baumgarten und Monika Lintner, sowie Martin Gallmetzer und Walter Huber vom Wasserstoffzentrum Bozen mit dabei.

Die neue Sonderausstellung „Wasserstoff ∞ Zukunft" im Naturmuseum Südtirol soll darauf aufmerksam machen, dass ein Ausbau der Wasserstofftechnologie nur dann Sinn macht, wenn sie mit einem Ausbau alternativer Energien einhergeht und diese auch für die Wasserstoffherstellung genutzt werden.

Wasserstoff hat den entscheidenden Vorteil nicht nurEnergieträger, sondern auch Energiespeicher zu sein. Bis auf den Bau von Anlagen und Maschinen werden in der Wasserstofftechnologie keine Rohstoffe verbraucht. Zudem ist der Ausgangsstoff Wasser praktisch unbegrenzt vorhanden. Wasserstoff bietet also die Möglichkeit, die Effizienz von Energiesystemen zu steigern und eine regional autarke Energieproduktion anzusteuern. Da Wasserstoff in der Natur aber nur in gebundener Form vorkommt, benötigt es für seine Herstellung Energie. In der Industrie werden dafür oft fossile Energiequellen angezapft.

Durch die Nutzung von Wasserstoff als Treibstoff oder in der Energiewirtschaft tun sich vielversprechende Möglichkeiten auf.

Bei der Ausstellung im Naturmuseum erleichtern Grafiken, Objekte und Animationen den Einblick in die einzelnen Prozesse und Abläufe der Wasserstofftechnologie. Die Besucher werden angeregt, in eine neue Richtung zu denken, neuen Technologien offen gegenüberzustehen, sie aber auch kritisch zu hinterfragen.

Der Bedarf an Energie steigt weltweit stark an. Doch die Verbrennung von fossilen Rohstoffen für die Energiegewinnung belastet Umwelt und Klima, zudem werden wichtige Ressourcen unwiederbringlich verbraucht. Wie kann dieses Problem gelöst werden? In der neuen Sonderausstellung “Wasserstoff ∞ Zukunft” stellt das Naturmuseum Südtirol in Zusammenarbeit mit dem Wasserstoffzentrum Bozen das Element Wasserstoff als möglichen Energieträger und Energiespeicher der Zukunft vor.

In hundert Jahren hat die Menschheit einen Großteil der Energierohstoffe unwiederbringlich verbraucht. Fast alles ging für die Mobilität und für die Erzeugung von Strom und Wärme verloren. Für eine nachhaltige und umweltverträgliche Energieversorgung müssen also alternative Energien genutzt werden. Doch diese haben den Nachteil, dass sie nicht ununterbrochen und nicht immer in gleicher Intensität vorhanden sind. Und im Überschuss produzierte und nicht speicherbare Energie geht verloren. Ohne Technologie zur Speicherung ist also keine konstante Energieversorgung möglich.

Wasserstoff hat den entscheidenden Vorteil nicht nur Energieträger, sondern auch Energiespeicher zu sein. Bis auf den Bau von Anlagen und Maschinen werden in der Wasserstofftechnologie keine Rohstoffe verbraucht. Zudem ist der Ausgangsstoff Wasser praktisch unbegrenzt vorhanden und steht nach dem Prozess wieder zur Verfügung und Abgase oder Lärm wären auch kein Thema mehr. Wasserstoff bietet also die Möglichkeit, die Effizienz von Energiesystemen zu steigern und eine regional autarke Energieproduktion anzusteuern.

Da Wasserstoff in der Natur aber nur in gebundener Form vorkommt, benötigt es für seine Herstellung Energie. In der Industrie werden dafür oft fossile Energiequellen angezapft. Die neue Sonderausstellung „Wasserstoff ∞ Zukunft“ im Naturmuseum Südtirol soll darauf aufmerksam machen, dass ein Ausbau der Wasserstofftechnologie nur dann Sinn macht, wenn sie mit einem Ausbau alternativer Energien einhergeht und diese auch für die Wasserstoffherstellung genutzt werden.

Durch die Nutzung von Wasserstoff als Treibstoff oder in der Energiewirtschaft tun sich vielversprechende Möglichkeiten auf.

Die Grafiken, Objekte und Animationen der Ausstellung erleichtern den Einblick in die einzelnen Prozesse und Abläufe der Wasserstofftechnologie. Die Besucherinnen und Besucher werden angeregt, in eine neue Richtung zu denken, neuen Technologien offen gegenüberzustehen, sie aber auch kritisch zu hinterfragen.

Die Ausstellung wurde vom Naturmuseum Südtirol in Zusammenarbeit mit dem Wasserstoffzentrum Bozen organisiert und ist bei freiem Eintritt bis zum 31. Jänner 2016 im Parterre des Naturmuseums in Bozen zu sehen. Auf Anfrage werden auch Führungen durch die Ausstellung angeboten. Informationen dazu gibt es unter 0471/412964. Zu Beginn des nächsten Jahres sind in diesem Zusammenhang zudem Vorträge zum Thema geplant.

Weitere Informationen im Naturmuseum Südtirol, Bindergasse 1, 39100 Bozen, Tel. 0471 41 29 60 und im Internet unter www.naturmuseum.it und www.museen-suedtirol.it.

Von: ©ka