Heimatbund bedankt sich bei Landeshauptmann Platter

„Tiroler Verdienstkreuz ist kein Handelsobjekt“

Montag, 11. April 2022 | 19:01 Uhr

Bozen – Wie bereits 2014 ist wieder einmal in einem Verkaufsportal, diesmal in Nordtirol, ein Tiroler Verdienstkreuz zum Verkauf angeboten worden. Davon vom Südtiroler Heimatbund (SHB) in Kenntnis gesetzt, wurde das Verdienstkreuz innerhalb einiger Stunden auf Ersuchen der Tiroler Landesregierung aus dem Verkaufsangebot genommen und gekauft.

Den Hinweis auf das Angebot des Tiroler Verdienstkreuzes erhielt Roland Lang, der Obmann des SHB, am Sonntag von einem Schützen aus Lizzana Largo bei Rovereto. In einem Brief an die beiden Landeshauptmänner von Nord- und Südtirol, geschrieben noch am Sonntag, ersuchte der SHB um die notwendigen Schritte, damit dieser hohe Orden des Landes Tirol nicht in falsche Hände gerate und seiner Würde und Ehre beraubt werde.

Wie der Betreiber des Verkaufsportals dem SHB mitteilte, sei er gebeten worden, die Tiroler Landesregierung zu verständigen, bevor er Orden und Ehrenzeichen des Landes Tirol in sein Verkaufsangebot gibt. Diese wird dann entscheiden, ob das Land Tirol die Orden übernimmt oder sie öffentlich zum Kauf angeboten werden können. „Damit ist die Angelegenheit auch für die Zukunft geregelt“, freut sich der SHB.

Der Südtiroler Heimatbund dankt Landeshauptmann Günther Platter und der Tiroler Landesregierung für ihr schnelles Handeln. „Damit bleibt der Verleih der Tiroler Orden eine schöne Tradition und für den Träger eine hohe, ehrenvolle Auszeichnung seines Landes“, so der SHB.

Von: mk

Bezirk: Bozen