Transhumanz im Schnalstal seit 600 Jahren

“Transhumanz”-Schaftrieb soll immaterielles Kulturerbe werden

Mittwoch, 28. März 2018 | 12:25 Uhr

Der “Transhumanz”-Schaftrieb in Berggebieten in Österreichs, Italiens und Griechenlands soll als “immaterielles Kulturerbe” der UNESCO anerkannt werden. Ein dementsprechender Antrag wurde von den drei Ländern gemeinsam eingereicht, teilte das italienische Landwirtschaftsministerium mit. Mit einem Beschluss der UNESCO ist im November 2019 zu rechnen.

Mit dieser Initiative will Italien die Wiederbelebung der Wanderschafzucht (“Transhumanz”) fördern. Diese sei in den vergangenen Jahrhunderten aus wirtschaftlichem und kulturellen Aspekt besonders wichtig gewesen. Die “Transhumanz”, die heute noch vor allem in Mittel- und Süditalien betrieben wird, war im Mittelalter einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes gewesen. Diese Tradition hinterließ in ganz Italien ein verzweigtes Netz an Weide-Routen. Die Wanderviehzucht sei ein Beitrag zum Erhalt natürlicher Landschaften und Ökosysteme, heißt es.

Vom Schnalstal zu den Sommerweiden im Ötztal findet seit mehr als 600 Jahren eine Transhumanz in Südtirol statt. Die Transhumanz im Schnalstal wurde 2011 auch in das UNESCO-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Von: apa

Bezirk: Vinschgau