Chancengerechtigkeit beim Zugang zu Bildung

Über 34 Millionen Euro für die Schulfürsorge

Dienstag, 16. Juni 2015 | 16:48 Uhr

Bozen – Mehr als 34 Millionen Euro stellt die Landesregierung im Schuljahr 2015/16 für die Schulfürsorge zur Verfügung. Der entsprechende Tätigkeitsplan wurde heute auf Vorschlag von Bildungslandesrat Philipp Achammer genehmigt. "Die Schulfürsorgemaßnahmen sollen Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit beim Zugang zu Bildung gewährleisten", so Landesrat Philipp Achammer.

Im kommenden Schuljahr 2015/16 wird die Landesregierung 34 Millionen Euro für die Schulfürsorge bereit stellen. Dieser Betrag soll Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit in der Ausbildung von der Grund- bis zur Oberschule gewährleisten, sagte bei der heutigen Pressekonferenz im Anschluss an die Regierungssitzung Bildungslandesrat Philipp Achammer. Er erinnerte daran, dass die Landesregierung kürzlich zusätzlich zu diesem Betrag knapp 20 Millionen Euro für die Gewährung von Studienbeihilfen an Studierende zweckgebunden habe.

Landesrat Achammer gab heute Einblick in die verschiedenen Maßnahmen, die der Tätigkeitsplan zur Schulfürsorge umfasst. Demnach werden 7,2 Millionen Euro als Studienbeihilfen ausbezahlt, wobei in erster Linie Schüler und Schülerinnen zum Zug kommen, die während des Schuljahres außerhalb ihrer Familie wohnen müssen. "Die Stipendien können maximal 2.800 Euro ausmachen", sagte heute Landesrat Achammer, "wobei nur Familien mit einem bereinigten Jahreseinkommen von weniger als 25.000 Euro anspruchsberechtigt sind." Hinzu kommen Studienbeihilfen für Ausbildungen außerhalb des Landes, sofern diese in Südtirol nicht angeboten werden.

Für die Zuteilung von Schulbüchern und für die so genannten "Bücherschecks" wurden 3,75 Millionen Euro zweckgebunden. "Nach langen Diskussionen haben wir uns dafür entschieden, die Bücherschecks für die drei letzten Oberschulklassen beizubehalten, solange die Bildungskosten nicht gesenkt werden können", erklärte Landesrat Philipp Achammer heute nach der Regierungssitzung.

Für den Schülerbeförderungsdienst sind im Schulfürsorgeplan 7,6 Millionen Euro vorgesehen: "Mit diesem Geld werden nicht die Liniendienste, sondern die so genannten Sonderdienste finanziert", führte Landesrat Achammer aus. Von diesen Sonderdiensten gibt es in etwa 550, die von 5.000 Schülern genutzt werden. Für den Transport von Schülern mit Behinderungen gibt das Land weitere 2,2 Millionen Euro aus.

Im Vergleich zu den Vorjahren angestiegen ist mit 5,7 Millionen Euro der Betrag für die Schulausspeisung. "Das Land rückerstattet den Trägern dieser Dienste 40 Prozent der anerkannten Kosten", so der Bildungslandesrat, der darauf hinwies, dass ein Ausbau des Mensadiensts im Zusammenhang mit dem Schulkalender notwendig war. Schließlich umfasst der Plan auch eine Unfallversicherung für alle Schüler und Schülerinnen, wofür das Land jährlich 850.000 Euro ausgibt.

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen