MAK-Generaldirektor Thun-Hohenstein freut sich auf nächste Auflage

Vienna Biennale 2019 mit Fokus auf “Schöne neue Werte”

Donnerstag, 15. November 2018 | 12:20 Uhr

“Schöne neue Werte” stehen dem Titel nach bei der dritten Vienna Biennale kommendes Jahr im Fokus. Das Mehrspartenfestival unter der Leitung des Museums für angewandte Kunst (MAK) wird von 28. Mai bis 6. Oktober die technologische Entwicklung unserer Gesellschaft auf ihre unterschiedlichen Implikationen abklopfen. Dies geschieht mittels bildender Kunst, Design und Architektur.

“Eine technologieverliebte Zukunft ohne Werte ist wertlos”, wird MAK-Generaldirektor Christoph Thun-Hohenstein in einer Ankündigung am Donnerstag zitiert. An mehreren Standort in der Stadt soll gemeinsam mit Partnern wie der Universität für angewandte Kunst oder dem Austrian Institut of Technology eine Diskussion angestoßen werden, die sich mit “sinnstiftenden und konkret anwendbaren Werten für die Digitale Moderne” auseinandersetzt.

“Wer die Vienna Biennale for Change 2019 besucht, bekommt wertvolle Perspektiven und persönliche Handlungsmacht für die digitale Zukunft mit auf den Weg”, so Thun-Hohenstein.

Wesentlichen Anteil daran soll die Ausstellung “Uncanny Values. Künstliche Intelligenz & Du” haben, die im MAK gezeigt wird und sich mit Macht, Kontrolle und Orientierung in diesem Bereich auseinandersetzt. In der Kunsthalle Wien geht man wiederum in “Hysterical Mining” (Arbeitstitel) einer genderspezifischen Codierung digitaler Inhalte nach. Die Angewandte will die Besucher spielerisch in mögliche Zukunftsszenarien eintauchen lassen (“Change Was Our Only Chance”), während das MAK Design Labor neuaufgestellt und somit eine Querverbindung zwischen Tradition und Moderne ermöglicht wird.

Wie sich Konsum künftig darstellen kann und welche Bedingungen ein nachhaltiger Produktionsprozess benötigt, ist in “Change!” (realisiert mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus) Thema, gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur der Stadt schaut sich das MAK auch die “Urbane Produktion” genauer an. “Architektur für ein besseres Leben” heißt es schließlich in der Schau “Space and Experience”, wobei diesbezügliche Aspekte, aber auch allgemeine Fragen zum Leitthema des Festivals in einem internationalen Symposium im Architekturzentrum Wien behandelt werden sollen. An diesem beteiligt sich auch das Slovak Design Center.

Von: apa

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