Österreich honoriert Verdienste des FTB­-Regisseurs

Würdigung der Republik Österreich für Reinhard Auer

Mittwoch, 24. Juni 2015 | 15:16 Uhr

Wien/Bozen – Die Republik Österreich zollte der Arbeit des langjährigen Regisseurs des Freien Theater Bozen, Reinhard Auer, mit einer besonderen Auszeichnung ihre Anerkennung. Die Verdienste des österreichischen Kulturschaffenden wurden mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.

Eine Ehrung der besonderen Art erfuhr Reinhard Auer, österreichischer Regisseur des „Freien Theaters Bozen“ und seit 22 Jahren in Südtirol tätig. Das Kulturministerium seines Vaterlands verlieh ihm am 22. Juni d.J. in Wien den höchsten Orden, den es für Kulturschaffende zu vergeben hat, das „Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst“.

Dem stimmungsvollen Festakt im Palais Niederösterreich in der Herrengasse wohnte neben zahlreichen Honoratioren wie Prof. Franz Eugen Dostal, Vertreter des Österreich-Zentrums des Internationalen Theater-Instituts der UNESCO, Bundesrat Reinhard Todt (SPÖ), Dr. Konstantin Kaiser, Generalsekräter der Theodor Kramer Gesellschaft, Dr. Michael Stampfer, Geschäftsführer des Wiener Wissenschaftsfonds (WWTF) und der Mitgeehrte Dr. Thomas Oliva, Präsident der Musikfreunde, sowie Gabriele Langes, Leiterin des „Freien Theaters Bozen“ bei. In ihrer Laudation ging Dr. Helga Dostal, Präsidentin des Österreich-Zentrums des Internationalen Theater-Instituts der UNESCO, auch auf die Südtirol-Tätigkeit Auers ein und unterstrich dessen Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen angesichts der schwierigen Arbeitsbedingungen.

Auer, der von 1980 bis 1990 Direktor des Wiener „Jura-Soyfer-Theaters“ war und seit 2001 verstärkt international (u.a. China, Rumänien und Georgien) arbeitet, bedankte sich in seinem Schlusswort bei zahlreichen Institutionen und Persönlichkeiten für jahrzehntelangen Zuspruch und Unterstützung, ganz im Sinne seines Idols Bertolt Brecht, der ja bekanntlich meinte, dass jemand da sein müsse, der einem die Leistung abverlangt.

In einer abschließenden Bemerkung richtete sich Auer an die Anwesenden und die Kulturwelt der Republik. Er werde "seiner Vorstellung von Theater treu bleiben", die sich nicht mit dem vermehrt Einzug haltenden „Unterhaltungstheater“ deckt. Als einer der letzten „Don Quijotes“ der Bühnenkunst will Reinhard Auer seine Arbeit fortfahren und mit „Unterstützung seiner treuen Sancho Panzas“ gegen die „Windmühlen der Verdummung und Verkleisterung“ weiter ankämpfen.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen