Die zahlreichen Filmfest-Gäste feierten in der Hochschule für Film und Fernsehen

58.000 Gäste beim 40. Münchner Filmfest

Sonntag, 02. Juli 2023 | 13:23 Uhr

Von: APA/dpa

Rund 58.000 Gäste haben das 40. Münchner Filmfest besucht. Das zeigt aus Sicht der Veranstalter, dass Menschen wieder Freude am Kinobesuch und Austausch haben. Zum Finale am Samstag sagte die scheidende Festivaldirektorin Diana Iljine laut Mitteilung: “Was für ein schöner Abschied mit wunderbaren Gästen aus aller Welt.”

Ihr designierter Nachfolger und künstlerischer Leiter Christoph Gröner freute sich, dass Publikum und Branche Neuerungen angenommen hätten. Er nannte etwa einen KI-Pavillon und Weltpremieren nun auch von internationalen Filmen. “Wir kehren wirklich zurück an die Ursprünge: ein Filmfestival, das vor allem auch ein Film-Fest sein will, zugänglich, begeisternd und für alle, die Film lieben.”

Höhepunkt des letzten Festivaltags war die Verleihung der noch ausstehenden Preise. Der Bayern-2- und “SZ”-Publikumspreis ging an “Fallende Blätter” von Aki Kaurismäki. “Neue Geschichten vom Pumuckl” von Marcus H. Rosenmüller erhielt den Kinderfilmfest-Publikumspreis.

Als bester internationaler Film war “Les filles d’Olfa” von Kaouther Ben Hania mit dem mit 50 000 Euro dotierten ARRI Award ausgezeichnet worden. Der experimentelle Dokumentarfilm erzählt die Geschichte einer tunesischen Mutter, die vier Töchter großzieht. Zwei ihrer Töchter schließen sich dem IS an.

Seit dem 23. Juni hatte das alljährliche Sommer-Filmfest in der bayerischen Landeshauptstadt neue Werke der deutschen und internationalen Filmbranche gezeigt. Das waren nach Angaben der Organisatoren 147 Filme aus 61 Ländern, darunter 43 Weltpremieren.

“Das Filmfest München war auch in diesem Jahr wieder grandios: vielseitig, weltoffen und hochprofessionell”, erklärte Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (CSU). Sie sprach von “gesellschaftlich hochrelevanten Highlights”.

Festivalleiterin Diana Iljine stand in diesem Jahr das letzte Mal in dieser Funktion auf der Filmfest-Bühne. Nach der Jubiläumsausgabe gibt sie ihren Posten nach zwölf Jahren zum 1. Oktober ab.