Neues von Paramore

“After Laughter”: Paramore haben immer noch gut lachen

Freitag, 23. Juni 2017 | 10:26 Uhr

“After Laughter” hat die US-Band Paramore ihr kürzlich erschienenes, fünftes Album genannt. Gerade so, als wolle man allfälligen Kritikern eins auswischen und selbst zuletzt lachen. Nur: Eigentlich hat das die Formation um Sängerin Hayley Williams gar nicht nötig. Denn die zwölf Songs sind ein schöner Beweis dafür, dass kommerzieller Pop durchaus mit Anspruch daher kommen kann.

Während Paramore in Österreich noch unter “ferner liefen” einzuordnen sind, gilt die Gruppe in ihrer Heimat als großer Erfolgsact. Nicht zuletzt ein Grammy für den Song “Ain’t It Fun” vor zwei Jahren ist ein Beweis dafür, neben unzähligen Gold- und Platin-Auszeichnungen. Von Beginn an galt für die Band: Ein Hauch Alternative Rock traf ohrwurmtaugliche Refrains, teils wagte man sich in etwas kantigere Gefilde vor (etwa beim Soundtrack-Beitrag “Decode” für den ersten “Twilight”-Film), ein anderes Mal gaben weichgezeichnete Strukturen den Ton an.

Zwölf Jahre nach dem Debüt hat sich die Ausrichtung von Paramore nun zwar nicht grundlegend geändert, allerdings hat gewissermaßen eine neue Nachdenklichkeit Einzug gehalten in das Songwriting. Im Kern derzeit als Trio unterwegs – neben Williams sind Gitarrist Taylor York und Drummer Zac Farro mit an Bord -, ist der Klang nun näher am Indie-Entwurf von Tegan & Sara oder Electropop einer jüngeren Schule, als sich an Rock-Institutionen zu orientieren. Songs wie “Idle Worship” funktionieren dabei auch stark über Williams Stimme, wagt sich die 28-Jährige doch des Öfteren aus ihrer Komfortzone heraus.

Dass der bunte Popsound oft mit melancholischen Texten versehen ist, erzeugt zusätzlich eine eigene Note, die erst beim mehrmaligen Hören ihre Wirkung entfaltet. Immerhin gibt es auch ab und an mal “Hard Times” für Musikstars, wie die erste Single durchaus nachvollziehbar verrät – trotz Neonlicht im Video, 80er-Jahre-Vibe und luftiger Produktion (für die neben Gitarrist York auch Justin Meldal-Johnsen verantwortlich zeichnete). Letztlich ist “After Laughter” eine rundum gelungene Sache geworden, bei der – wie es sich für einen Popact gehört – die Refrains auf ganzer Ebene funktionieren. Ein Spaß, dem man sich am kommenden Donnerstag (29. Juni) bei einem Open-Air-Konzert in der Wiener Arena hingeben kann.

INFO: www.paramore.net

Von: apa

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