Das Kleid stammt vom britischen Designer Giles Deacon

Alle Welt schaute auf Pippa Middletons Brautkleid

Samstag, 20. Mai 2017 | 17:01 Uhr

Vor sechs Jahren wurde sie mit einem Schlag bekannt, als sie mit einem atemberaubenden figurbetonten Kleid ihrer Schwester Kate bei deren Hochzeit mit Prinz William glatt die Schau stahl – nun stand Pippa Middleton selbst als Braut vor dem Altar, und alle Welt war gespannt auf ihr Kleid. Für ihren großen Tag hatte sich Pippa für ein Stück des britischen Designers Giles Deacon entschieden.

Doch diesmal war das bodenlange, weiße Spitzenkleid hochgeschlossen und ging von der Taille abwärts in einen weit ausladenden Rock über. Das klassische Brautkleid, das Pippa für ihre Hochzeit mit dem acht Jahre älteren Hedgefonds-Manager James Matthews wählte, stand in deutlichem Kontrast zum Outfit ihres legendären Auftritts 2011.

Damals hatten weltweit zwei Milliarden Menschen zugesehen, als Pippa in einem langen weißen Kleid des Designers Alexander McQueen die Westminster Abbey in London betrat und später mit den Royals auf dem Balkon des Buckingham Palace der jubelnden Menge zuwinkte. Seit sie damals als Trauzeugin ihrer älteren Schwester Kate die Schleppe hielt, wurde viel über Pippa Middleton diskutiert – insbesondere über ihren Hintern.

Hunderttausende Menschen traten der Facebook-Gruppe “Pippa Middleton Ass Appreciation Society” bei, die Loblieder auf das Gesäß von Prinz Williams Schwägerin singt. Noch heute hat die Gruppe knapp 200.000 Mitglieder.

Pippa Middleton kann jedoch nicht nur eine gute Figur vorweisen, sondern auch einen respektablen Lebenslauf. Einige Monate nach Philippas Geburt am 6. September 1983 ging ihre Familie für zweieinhalb Jahre in die jordanische Hauptstadt Amman, wo Vater Michael für British Airways arbeitete. Nach ihrer Rückkehr besuchten Pippa, ihre eineinhalb Jahre ältere Schwester Kate sowie ihr knapp vier Jahre jüngerer Bruder James renommierte Privatschulen.

Pippa machte an der schottischen Universität Edinburgh einen Abschluss in englischer Literatur. Danach arbeitete sie halbtags in der erfolgreichen elterlichen Firma für Kinderparty-Utensilien. Dabei blieb ihr genügend Zeit, sich in der Partywelt der Londoner Oberschicht zu vergnügen.

“Es ist ein bisschen überraschend, im Alter von unter 30 Jahren weltweite Anerkennung (wenn das das richtige Wort ist) zu erlangen – wegen deiner Schwester, deines Schwagers und deines Hinterns”, kommentierte Pippa einmal ihren kometenhaften Aufstieg in der Promi-Welt nach Kates Hochzeit. Die Kehrseite des Ruhms erlebte sie, als eine Boulevard-Zeitung Oben-ohne-Urlaubsfotos von ihr aus dem Jahr 2006 veröffentlichte.

Geschickt nutzte Pippa ihre plötzliche Bekanntheit für ihre berufliche Karriere. Sie veröffentlichte 2012 einen Ratgeber für Feste aller Art, für den sie als Vorschuss 400.000 Pfund (475.000 Euro) erhalten haben soll. Über das Buch “Celebrate: A Year of British Festivities for Families and Friends” wurde viel gelästert, weil es mitunter Selbstverständlichkeiten als nützliche Ratschläge verkauft: So wird Gastgebern geraten, bei der Zubereitung eines Caffè Latte darauf zu achten, dass die Milch nicht überkocht.

Nach der Veröffentlichung ihres Buches schrieb Pippa eine regelmäßige Kolumne über Feste für die Zeitschrift der britischen Supermarktkette Waitrose. 2016 erschien dann ihr Kochbuch “Heartfelt” mit gesunden Rezepten, dessen Erlöse wohltätigen Zwecken zugutekamen.

Pippas frisch gebackener Ehemann war früher professioneller Rennfahrer und ist Erbe des schottischen Titels Laird of Glen Affric. Das bedeutet soviel wie “Gutsherr” und ist – auch wenn es so klingt – kein Adelstitel. Als Schwager von William und Kate wird James Matthews jedoch noch reichlich Gelegenheit bekommen, in die Welt des Adels und der britischen Königsfamilie einzutauchen.

Von: APA/ag.

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