Festivalgründer Roland Neuwirth wird auch auftreten

Altes und Neues vom Wienerlied – 20 Jahre “wean hean”

Mittwoch, 13. März 2019 | 17:12 Uhr

Das Wienerlied-Festival “wean hean” jährt sich heuer zum 20. Mal. Zwischen 27. April und 25. Mai sind zwölf Aufführungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten geplant. “Wir haben uns bemüht, ein weites und breites Programm zu machen”, sagte Herbert Zotti, geschäftsführender Vorsitzender des veranstaltenden Wiener Volksliedwerks am Mittwoch vor Journalisten.

Bei der Eröffnung wird unter anderem der Festivalgründer Roland Neuwirth mit Studenten der “Musik und Kunst Privatuniversität Wien” (MUK) auftreten. “Wir freuen uns sehr, dass die Wiener Musik auch noch weiter gelehrt wird”, so Zotti. Martin Spengler wird beim Festivalauftakt zusammen mit Manuela Diem und Marwan Abado ebenfalls dabei sein. “Es gibt lauter neue Lieder”, verriet er. “Wir haben eine völlig neue Gattung gefunden, das arabische Wienerlied”, sagte der Musiker und bewies mit seinen Mitstreitern die stimmige Umsetzung der Kombination aus arabischen und Wiener Texten und Melodien.

Der Wienerlied-Institution Tommy Hojsa widmet das Festival ein Porträt seines 30-jährigen Schaffens. “Ich bin sehr dankbar für diesen Abend”, sagte er. Das Wienerlied ist für Hojsa auch immer ein “Experimentalfeld”, der sich darüber freut, mit “Freunden und Wegbegleitern musizieren zu dürfen”. Auch “Kollegium Kalksburg”-Gründer Wolfgang Vincenz Wizlsperger wird im Rahmen des Festivals mit einem Porträtabend geehrt. Des Weiteren ist ein Gedenkkonzert für den 2017 verstorbenen Liedermacher und Phantastischen Realisten Karl Hodina geplant.

Weitere Termine umfassen eine Lesung und eine Theateraufführung, freilich immer musikalisch untermalt. Sogar im Planetarium Wien soll musiziert werden. Dazu wird Planetariumsdirektor und “Science-Busters”-Mitbegründer Werner Gruber Vorträge halten. Den “Wienerlied-Frauenstammtisch” werden Traude Holzer, Johanna Kugler, Maria Stippich und Marie-Theres Stickler gestalten. Mit “wean modean” wiederholt man ein Format aus dem vergangenen Jahr: Oskar Aichinger singt Werke von Friedrich Cerha, der mit seiner “2.Keintate” eine Hommage auf den verstorbenen Autor Ernst Kein geschaffen hat.

Dieses abwechslungsreiche Programm soll laut Zotti sowohl Fans des alten Wienerlieds und neuer Interpretationen anziehen. Die Veranstaltungen finden an neun verschiedenen Orten statt, darunter auch im ehemaligen “Grand Etablissement Gschwandner”, das bereits vor 120 Jahren ein wichtiger Ort für Schrammelquartetts und Volksmusik war. Unter dem Namen “Reaktor” sei die Spielstätte nun renoviert worden.

INFO: “wean hean” Wienerlied-Festival vom 27. April bis 25. Mai 2019. www.weanhean.at

Von: apa

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