Die britische Schauspielerin zeigt sich geehrt

Berlinale ehrt Helen Mirren für Lebenswerk

Donnerstag, 27. Februar 2020 | 22:58 Uhr

Die britische Schauspielerin Helen Mirren (74) hat den Goldenen Ehrenbären der Berlinale für ihr Lebenswerk erhalten. Mirren nahm die Auszeichnung am Donnerstag in Berlin aus den Händen von Berlinale-Geschäftsführerin, Mariette Rissenbeek, und dem künstlerischen Leiter, Carlo Chatrian, entgegen.

Anschließend wurde für das Publikum im Berlinale-Palast “The Queen” gezeigt, für die Titelrolle war Mirren 2007 mit dem Oscar ausgezeichnet worden. “Mein Oscar wird sich in ihn verlieben”, sagte Mirren zum frisch verliehenen Bären. Als Britin werde sie immer Europäerin bleiben, betonte sie unter dem Beifall des Publikums. Zur Rolle von Frauen im Film, zu Rassismus und Sexismus sagte Mirren mit Blick auf aus ihrer Sicht zu zögerliche Entwicklungen jeweils: “Das ändert sich, aber noch nicht genug.”

Rissenbeek sagte über Mirren, sie verstehe es, dekorative Frauenrollen zu komplexen weiblichen Charakteren zu entwickeln. In einer Laudatio bezeichnete die Schauspielerin Iris Berben Mirren als brillante Kollegin. Preise zu gewinnen sei eine Art Gewohnheit für sie. Humor und Charisma bezeichnete Berben als herausragende Eigenschaften Mirrens.

Während der Berlinale wurde Mirren auch mit einer Auswahl ihrer Filme geehrt. Auf dem Programm standen etwa “Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber” von Peter Greenaway aus dem Jahr 1989 und Michael Hoffmanns “Ein russischer Sommer” von 2009.

Von: APA/dpa

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Helen Mirren wird von der Berlinale geehrt

Berlinale ehrt Helen Mirren für Lebenswerk

Mittwoch, 26. Februar 2020 | 12:19 Uhr

Sie trägt den britischen Adelstitel “Dame”, hat vom Golden Globe über den Emmy bis hin zum Oscar jeden wichtigen Filmpreis gewonnen. Nun wird Helen Mirren bei der Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Mirren habe seit jeher mit ihren Interpretationen sehr beeindruckt, begründete die Geschäftsführerin des Festivals, Mariette Rissenbeek, die Entscheidung.

Helen Mirren (74) gehört zu den größten Schauspielerinnen der Gegenwart. Seit Mirrens Karrierestart vor mehr als 50 Jahren präsentierte sie ihre schauspielerische Bandbreite in zahlreichen Genres von Kriminalfilm bis Arthouse und übernahm Rollen von Gangsterbraut bis Monarchin. Ihren größten Erfolg feierte die Grande Dame des Theaters und Kinos mit ihrer oscargekrönten Rolle als unnahbare Königin Elisabeth II. im Geschichtsdrama “The Queen” (2006).

Ihre Figuren verkörpern starke, energiegeladene Frauen mit scharfem Verstand, ruhiger Selbstsicherheit und einem gewissen Maß an Selbstironie. So auch ihre Rolle als pensionierte CIA-Agentin Victoria an der Seite von Bruce Willis im Actionfilm “R.E.D. – Älter. Härter. Besser.” (2010) oder als freche Provinz-Anführerin Chris in der Komödie “Calendar Girls” (2003).

Actionrollen machen Mirren laut eigener Aussage besonders Spaß. “Ich liebe es, knallharte Typen zu spielen”, verriet sie in einem “Tele 5”-Interview 2019. “Doch sich von einer Königin in ein “Bad ass” zu verwandeln, ist das Beste”, sagte sie über ihre wechselnden Rollen.

Auch privat begegnet die Britin mit russischen Wurzeln ihren Partnern auf Augenhöhe und macht sich für ein emanzipiertes Frauenbild und Gleichberechtigung stark. “Egal welches Geschlecht du hast, sei ein Feminist”, sagte Mirren 2017 in ihrer Rede an der Tulane Universität (USA). “Wenn Frauen Respekt entgegengebracht wird und sie die Chance haben, ihre Träume zu verfolgen, ist das ein Gewinn für alle.”

Die Berlinale würdigt Mirren für ihr Lebenswerk mit einer Hommage. Im Rahmen der Verleihung des Ehrenbären zeigt das Filmfestival die Oscar-Preisträgerin am Donnerstag im Berlinale Palast in ihrer Paraderolle in “The Queen”.

Von: APA/dpa

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