Die Blues-Legende starb an einem Herzinfarkt

Blues-Legende Dr. John 77-jährig gestorben

Freitag, 07. Juni 2019 | 14:07 Uhr

Er hat Rock ‘n’ Roll gelebt: Im Alter von 77 Jahren ist der einflussreiche Blues-Sänger Dr. John (“Right Place, Wrong Time”) gestorben. Mit seinem einzigartigen Musikstil schaffte es der Musiker aus New Orleans in die Rock and Roll Hall of Fame und räumte sechs Grammys ab. Am frühen Donnerstagmorgen ist Dr. John an einem Herzinfarkt gestorben, wie seine Familie mitgeteilt hat.

Der Sänger, der mit bürgerlichem Namen Malcolm John Rebennack hieß, wurde für seine Mischung aus verschiedenen Musikstilen wie Blues, Pop, Jazz oder Rock bekannt. 1968 erschien sein Debütalbum “Gris-Gris”, im Laufe seines Lebens veröffentlichte er Dutzende weitere Studio- und Live-Alben. Seine wohl berühmteste Single “Right Place, Wrong Time” schaffte es 1973 in die Top-Ten der amerikanischen Charts.

Auch Voodoo und okkulte Mystik hatten es dem Musiker angetan, der auch abseits der Bühne einen abenteuerlichen Lebensstil pflegte: Drogenprobleme brachten Dr. John in jungen Jahren für einige Monate ins Gefängnis, bei einer Schießerei Anfang der 60er-Jahre verlor er einen Teil seines linken Ringfingers.

In den vergangenen Monaten zeigte sich Dr. John nur noch selten in der Öffentlichkeit und sagte einige Konzerte ab. In ihrer Stellungnahme betonte seine Familie nun seine tiefe Verbundenheit zur Stadt New Orleans, die er bis zuletzt in seinem Herzen getragen habe. US-Musiker Joe Bonamassa gehörte zu den ersten, die öffentlich ihr Beileid bekundeten: “Mann, das tut wirklich weh… Einer der Größten aller Zeiten und ein echtes Genie und ein Gentleman”, schrieb Bonamassa auf Twitter. “Es gab keinen zweiten Künstler wie Dr. John und es wird nie einen geben”, schrieb Moderatorin Ellen DeGeneres. “Heute ist mein Herz in New Orleans.”

Von: apa

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