Während des Hungerns quälte Hunnam der Gedanke an Schokolade

Charlie Hunnam hungerte für “Papillon”

Dienstag, 24. Juli 2018 | 11:38 Uhr

Der britische Schauspiel-Star Charlie Hunnam hat das krasse Abmagern für Filmrollen langsam satt. “Ich weiß nicht, warum ich das immer wieder mache, aber ich muss irgendwann damit aufhören, weil ich keine Lust mehr habe, immer wieder zu hungern”, sagte der 38-Jährige (“Sons of Anarchy”, “King Arthur”) der Deutschen Presse-Agentur in München.

In seinem aktuellen Film “Papillon” ist er Gefangener einer berüchtigten Strafkolonie und spindeldürr. “Es war das zweite Mal, dass ich so viel Gewicht verloren habe”, erzählte Hunnam. Dabei träumte er vor allem von einer Sache: “Schokolade!” Doch das war nicht drin. “Ich habe einfach mit Kaffee und Zigaretten überlebt.” Danach sei sein Körper in einer Art Krise gewesen. “Es hat bestimmt einen Monat gedauert, bis ich mich wieder gesund fühlte.”

Als besonders herausfordernd empfand Hunnam eine Szene, in der er als Henri nach einem Fluchtversuch in Isolationshaft sitzt. Dieses Gefühl des Eingesperrtseins wollte er während des Drehs nachempfinden. “Ich habe beschlossen, nichts zu essen und zu sprechen in diesen Tagen, ich wollte nur in der Zelle bleiben”, sagte er. Allerdings: “Ich habe mir den Luxus erlaubt, Zigaretten mitzubringen. Das war ein kleiner Betrug.” Verrückt sei er unter diesen Bedingungen nicht geworden, “aber emotional, vor allem, wenn am Ende des Tages alle nach Hause gegangen sind und die Tür hinter sich zugemacht haben”.

“Papillon” von Michael Noer beruht auf den autobiografischen Romanen von Henri Charrière. Henri, genannt Papillon, muss seine Haftstrafe wegen Mordes in Französisch-Guayana absitzen. Mit dem Fälscher Dega (Rami Malek) versucht er, dem schrecklichen Gefängnis zu entkommen. Die Verfilmung von 1973 mit Steve McQueen und Dustin Hoffmann in den Hauptrollen wurde zum Kultfilm.

Von: APA/dpa

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