"Jetzt steht erst einmal alles still"

Coronavirus trifft Ungarns Filmindustrie ins Mark

Sonntag, 15. März 2020 | 14:15 Uhr

Die weltweit rasche Ausbreitung des Coronavirus trifft Ungarns international vernetzte Filmindustrie besonders hart. “Jetzt steht erst einmal alles still, die amerikanischen Profis hat man “evakuiert””, sagte der auf die Filmbranche spezialisierte Steuerberater Karoly Radnai am Wochenende dem Nachrichtenportal “portfolio.hu”.

Die Filmindustrie in Ungarn lebt vor allem von Dienstleistungen für internationale Groß- und Serienproduktionen, vor allem aus den USA. 2018 wurden in den neuen ungarischen Studios 333 Filme mit einer Budgetsumme von 324 Millionen Euro gedreht und produziert.

Ausgesetzt wurden jetzt unter anderen die Dreharbeiten für die Serien-Verfilmung des beliebte Computerspiels “Halo”, die das US-Kabel-Network Showtime in Auftrag gab. Für die meisten ausländischen Produktionen gelte, dass man die Lage in zwei bis vier Wochen neu bewerten wolle, hieß es.

Von: APA/dpa