Auch Amber Heard und Johnny Depp trennten sich mit Getöse

Das Jahr der zerplatzten Liebesträume der Stars

Mittwoch, 21. September 2016 | 16:01 Uhr

2016 könnte als das Jahr der zerplatzten Liebesträume in die Annalen von Hollywood eingehen. Nicht nur reichte Angelina Jolie die Scheidung von Brad Pitt ein, auch die Ehen von Johnny Depp, Lisa Marie Presley, Drew Barrymore, Dennis Quaid und anderen Promis gingen in die Brüche.

Und die “reiflich überlegte” Scheidung Gwyneth Paltrows mit dem Coldplay-Sänger Chris Martin wurde zwei Jahre nach Bekanntgabe der Trennung in diesem Jahr rechtskräftig. Während Paltrow und Martin medienwirksam um ihre Beziehung trauerten, lieferten sich Depp und seine Frau Amber Heard nach nur 15 Monaten Ehe einen öffentlichen Rosenkrieg. Heard, für die Depp seine langjährige Lebensgefährtin Vanessa Paradis verlassen hatte, beschuldigte den Hollywood-Star der häuslichen Gewalt.

Dass Promi-Ehen kurzlebiger sind als andere, lässt sich nicht belegen. Im Jahr 2012 schätzte die Statistik-Website PolitiFact die Wahrscheinlichkeit einer Ehescheidung in den USA allgemein auf 40 bis 50 Prozent. Aber prominente Paare seien einem besonderen Druck ausgesetzt, sagt die Rechtsanwältin Kelly Frawley von der New Yorker Kanzlei Kasowitz, Benson, Torres and Friedman.

“Es gibt Standard-Trennungsgründe wie Geldsorgen, unterschiedliche Erziehungs-Ansichten oder Untreue”, sagt Frawley. “Diese wiegen ungleich mehr, wenn man prominent ist, weil es so viel mehr Zugang zu den Dingen gibt, die eine Ehe gefährden.” Prominente Paare könnten einfacher Geld ausgeben und getrennte Wege gehen als andere, außerdem hätten sie viele Gelegenheiten für Affären.

Hollywood kennt aber auch langlebige Beziehungen: Denzel und Pauletta Washington sind seit 1983 verheiratet, Will Smith und Jada Pinkett Smith trotz wiederholter Krisengerüchte seit 1997 und die Schauspieler Billy Crystal und Christopher Walken steuern mit ihren jeweiligen Partnerinnen auf die Goldene Hochzeit zu.

So viel Bewunderung langlebige Beziehungen in Hollywood auf sich ziehen, so sehr ist die Öffentlichkeit schockiert, wenn sich Glamour-Paare trennen. Das bodenständig wirkende Schauspielerpaar Jennifer Garner und Ben Affleck trennte sich im Juni 2015 – einen Tag nach dem zehnten Hochzeitstag. Auch der ewig strahlende Tom Cruise bestimmte mit seinen Trennungen von Nicole Kidman 2001 und von Katie Holmes 2012 die Schlagzeilen.

Filmdiva Scarlett Johansson und der kanadische Schauspieler Ryan Reynolds gaben bei ihrer Hochzeit 2008 ein Traumpaar ab, doch trennten sie sich drei Jahre später. Für Johansson war es bereits die zweite Ehe. 2014 heiratete sie erneut – diesmal unbemerkt von der Öffentlichkeit.

“Prominente sind ständig unter einem Mikroskop, jede Nuance wird immer wieder seziert, und jedes kleinste Missverständnis wird als Trennung interpretiert”, sagt die in Südkalifornien ansässige Ehe- und Familientherapeutin Judi Bloom. “Das kann eine Beziehung wirklich belasten.” Eines der größten Probleme von Hollywood-Paaren sei, dass sie aufgrund ihres Berufs wenig Zeit miteinander verbrächten. Sie hätten viele getrennte Projekte, dies schade dem “Beziehungsgewebe”, sagt Bloom.

Ist die Trennung beschlossen, wird die Bekanntgabe bis ins Kleinste Detail geplant, wie der frühere Hollywood-PR-Experte Rob Shuter sagt. “Die Ankündigung zu Brad und Angie kam einen Tag, nachdem die Wochenmagazine in den Druck gingen, das heißt, sie haben eine Woche Zeit zum Durchatmen”, sagt Shuter, der nun die Klatsch-Website NaughtyGossip.com betreibt. Zwar sei dies in Zeiten von Online-Nachrichten nicht mehr ganz so relevant. Aber für Magazine wie “People” und “US Weekly” sei das Timing ein “Desaster”.

Shuter geht davon aus, dass Angelina Jolie bei der Planung der Pressearbeit die Fäden in der Hand hatte – so wie bei ihrer Schwangerschaft mit Tochter Shiloh. Damals habe sie keine Pressemitteilung versandt, sagt Shuter: “Sie ist um die Ecke gekommen und hat ihren dicken Bauch dem ‘People-Magazin’ gezeigt.”

Von: APA/ag.

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