Der 27-jährige Adelsspross studierte Jazz und Psychologie

Der ungewöhnliche ESC-Sieger Salvador Sobral

Sonntag, 14. Mai 2017 | 01:57 Uhr

Es war bereits eine kleine Überraschung, als sich der 27-jährige Salvador Sobral im März beim portugiesischen Vorentscheid für den 62. Eurovision Song Contest qualifizierte. Seine fadoangehauchte Ballade “Amor pelos dois” (Liebe für zwei) überzeugte durch Gefühl und Stimmung, nicht durch Bombast und Show.

Dieses Konzept verfolgte der am 28. Dezember 1989 geborene Spross einer Adelsfamilie dann auch in Kiew konsequent. Ein Mikrofon, in das Sobral mit meist geschlossenen Augen und immer wieder ungewohnt zuckenden Kopfbewegungen sang – mehr bedurfte es nicht für den ESC-Sieg.

Geschrieben wurde das in Portugiesisch gehaltene Stück von Sobrals Schwester Luisa, die den Sänger, um dessen Gesundheitszustand im Vorfeld zahlreiche Gerüchte kursierten, zu Beginn der Proben auch in Kiew vertrat. Er selbst nennt als Vorbild Jazzlegende Chet Baker und trat während der Vorbereitung unter anderem in einer Jazzbar als Überraschungsgast auf.

Dabei stand zu Beginn der Musikkarriere des ungewöhnlichen Musikers die mittlerweile übliche Castingshow, in seinem Fall “Idols”, bei der er 2009 den siebenten Platz belegte. Unüblicher war da schon das folgende Psychologiestudium, das Sobral aber mittlerweile zugunsten des Musikerlebens aufgegeben hat. Nach einem längeren USA-Aufenthalt folgte das Jazzstudium in Barcelona – und im Vorjahr das Debütalbum “Excuse Me”, wofür Sobral mit dem venezolanischen Komponisten Leonardo Aldrey kooperierte.

Von: apa

Kommentare

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1 Kommentar auf "Der ungewöhnliche ESC-Sieger Salvador Sobral"


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witschi
witschi
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

das eigentlich lied ist wieder zurück und hat gewonnen. grosse, farbige shows haben verloren.

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