Beklagt "unökonomische Vergeudung sprachlicher Ressourcen"

Dieter Hallervorden sieht im Gendern “schlechten Stil”

Freitag, 19. November 2021 | 10:10 Uhr

Schauspieler Dieter Hallervorden hat sich erneut in die Debatte um politisch korrekte Sprache eingeschaltet und beklagt “eine Art Empfindsamkeitskult” in der Öffentlichkeit. “Man weiß nicht mehr, welchen Slalom man verbal nehmen soll, um alle Fettnäpfchen gekonnt zu umrunden”, sagte der 86-Jährige (“Mein Freund, das Ekel”) im Podcast “Die Wochentester” von “Kölner Stadt-Anzeiger” und “RedaktionsNetzwerk Deutschland”.

“Es fing an mit der Political Correctness, ging dann über in die Debatte über Frauenfeindlichkeit, bis hin zur Eliminierung von althergebrachten Ausdrücken wie Zigeunerschnitzel. Bevor es dann jetzt in die unsägliche Debatte übers Gendern einmündete.” Das Gendern sei “eine unökonomische Vergeudung sprachlicher Ressourcen. Es ist schlechter Stil, Bürokratendeutsch.”

Hallervorden hatte im August Aufsehen erregt, als er Gendern als Vergewaltigung der Sprache bezeichnete. “Natürlich entwickelt sich Sprache”, hatte der Schauspieler und Theaterbetreiber damals gesagt. “Aber sie entwickelt sich nicht von oben herab auf Befehl. Es hat in der letzten Zeit nämlich zwei Versuche gegeben. Einmal von den Nazis und einmal von den Kommunisten. Beides hat sich auf Druck durchgesetzt, aber nur temporär – und zwar auf Zwang.”

Seit längerer Zeit läuft in Deutschland eine Diskussion, wie die männlichen Formen in der Sprache durch weiter gefasste Begriffe ersetzt werden – um Frauen einzubeziehen und etwa auch Transmenschen. Das Gendersternchen wie bei Lehrer*innen ist eine Möglichkeit. Manche setzen an die Stelle auch einen Doppelpunkt oder einen Unterstrich. In gesprochener Sprache steht dafür eine kurze Pause mitten im Wort.

Hallervorden hat sich schon mehrfach kritisch zum Thema geäußert. Er stößt sich nach eigenen Worten vor allem an gegenderten Formen in den Medien.

Von: APA/dpa

Kommentare

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7 Kommentare auf "Dieter Hallervorden sieht im Gendern “schlechten Stil”"


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milchmann
milchmann
Tratscher
17 Tage 13 h

Jo bravo! Amol oaner wos sog wias isch. Und i kenn wianig Frauen, eigentlich lai oane oanzige, de wert leg dass men des so schreib und sog. Völliger kas. Zeit- und Geldverschwendung. Gscheider tatn sa die Gehälter der Frauen unpassn, war mehr aufgfiart

Offline1
Offline1
Superredner
17 Tage 6 h

@milchmann..👍 Sollte “Gendern” irgendwann Gesetz werden, müsstest du deinen Nick auch ändern. Ich schlage vor : MilchWESEN 😉

sepp2
sepp2
Superredner
17 Tage 13 h

da stimme ich zu 100%zu

Moods
Moods
Tratscher
17 Tage 12 h

Sischt werdn Frauen meistens benochteiligt (Beruf, zu Hause ecc.) und sem werd nix getun zwecks Gehälter, Einstufungen, Rentenangleichung ecc. oba hauptsoche in der Sproch viele weibliche Wörter/Bezeichnungen erfindn bzw. einführen, sem hobn die Frauen viel dovun…😖🙈

ibens
ibens
Grünschnabel
17 Tage 11 h

Recht hat er, aber jetzt folgt wieder die Beschimpfung als “alter weißer Mann”. Auch das völliger Quatsch, denn was ist an alten weißen Männern schlimm? Bin mit einem verheiratet und find’ ihn meistens nett 😈.
Diese ganzen Diskussionen zeigen doch nur, dass die Genderer und ihre Artgenossen keine wirklichen Probleme haben und sich nur wichtig machen wollen. Denn “GästInnen” und ähnlich kranke Wortvergewaltigungen helfen niemandem. Oder anders ausgedrückt: Frauen in Afghanistan werden nicht dadurch besser behandelt, wenn aus ihnen Taliban*_Innen werden…

Look_at_Yourself
Look_at_Yourself
Superredner
17 Tage 11 h

100% recht hat er, der Dieter!👌👍😷

Neumi
Neumi
Kinig
17 Tage 11 h

“die Menschheit”  – “der Menschheiter?”

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