Lys Assia blieb dem ESC lange treu

EBU würdigte verstorbene Song-Contest-Siegerin Lys Assia

Sonntag, 25. März 2018 | 14:26 Uhr

Die Siegerin des allerersten Eurovision Song Contests im Jahr 1956, Lys Assia (94), ist tot. Sie gewann damals mit dem Titel “Refrain”, in Erinnerung geblieben ist sie vielen Fans aber viel mehr mit ihrem ersten Hit “O mein Papa”. Mehr als 60 Jahre blieb sie dem Wettbewerb verbunden, wie der Veranstalter, die Europäische Rundfunkunion (EBU), in einer Würdigung schrieb.

Noch 2016 sei Assia beim ESC in Stockholm gewesen und habe mit Teilnehmern und Fans in Erinnerungen geschwelgt. Bis 2008 veröffentlichten sie Alben, 2012 nahm sie mit Rappern aus Bern noch einen Song auf. “Goodbye Lys” und “Wir werden sie nie vergessen”, twitterten ESC-Fans.

Die Schweizerin starb am Samstag, wie ihr langjähriger Weggefährte Jean Eichenberger bekannt gab. Sie sei seit einigen Tagen im Krankenhaus Zollikerberg in Zürich gewesen. Zuerst hatte die Boulevardzeitung “Blick” unter Berufung auf Eichenberger ihren Tod gemeldet. Das Krankenhaus selbst gab unter Verweis auf die Privatsphäre der Patienten keine Auskunft.

Assia habe in letzter Zeit des Öfteren gesagt, sie fühle, dass sie gehen müsse, sagte Eichenberger. Sie habe fast bis zuletzt allein in einer großen Wohnung gelebt. Vor acht Tagen habe sie ihn gebeten, ihren Dackel Cindy abzuholen. “Wir sind 65 Jahre Weggefährten gewesen”, sagte Eichenberger. Er habe Assia und ihren ersten Mann als Nachbar kennengelernt.

Die EBU lud einen Filmausschnitt von Lys Assias Auftritt 1956 auf seiner Webseite hoch. Mit den spektakulären Bühnenshows von heute hatte das nichts zu tun. Assia stand hinter einer Blumenkiste am Mikrofon, neben ihr die Backgroundsänger, die mehrstimmig den Sound ihres Siegerliedes untermalten.

Von: APA/dpa

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