Bezeichnet eigenen Sound als "hip-hop-lastigeren Pop"

Emilio Sakraya startet nun auch musikalisch durch

Dienstag, 28. Juni 2022 | 09:56 Uhr

Musik beschäftigt Emilio Sakraya auch in seinem Job als Schauspieler. In dem Bushido-Biopic “Zeiten ändern dich” spielte er 2010 den jungen Hip-Hopper, im Herbst schlüpft er in die Rolle des Rappers Xatar. Aber Sakraya macht auch selbst Musik, die er als “hip-hop-lastigeren Pop” beschreibt. In der Musik nennt sich Sakraya, der am Mittwoch 26. Geburtstag feiert, schlicht Emilio. Nun veröffentlicht er mit “1996” sein zweites Album.

Der Berliner wusste, dass ihn viele in eine Schublade stecken würden, als er 2020 sein Debüt “Roter Sand” präsentierte. “Ich habe das Album nicht in erster Linie gemacht, um zu charten. Der Hauptgedanke war, sich in der Musikwelt zu etablieren und als Musiker wahrgenommen zu werden”, sagte Sakraya der dpa.

Die Platte schaffte es immerhin auf Rang 40 der deutschen Charts. Mit der aktuellen Single “Ausmacht” hat der Sänger nun den Sprung in die Radio-Playlists geschafft. “1996” könnte also zum Durchbruch werden. “Es geht viel mehr nach vorne. Ich wollte eine Platte machen, die happy und tanzbarer ist, ohne die Tiefe und Melancholie zu verlieren”, erklärt Sakraya. Die 13 Songs sind gut durchhörbar und abwechslungsreich.

Neben Allgemeinthemen wie Liebe (“Falsches Signal”) und Freundschaft (“Danke”) wird der Sänger, dessen Mutter aus Marokko und Vater aus Serbien stammt, auch persönlich. In “Oma Ti” geht es um die Verbindung zu seiner Großmutter in Marokko, in “Schicksal” wendet er sich an seinen jüngeren Halbbruder Ilyes Raoul (17).

“Wir haben nicht den gleichen Dad, doch das gleiche Schicksal. Weil sie sich verpisst haben, als wir kleine Kids waren”, heißt es da in direkten Worten. Ohnehin sind Sakrayas Texte schnörkellos und durchsetzt mit Jugendsprache. Das dürfte besonders beim jungen Publikum gut ankommen.

Und was sagt der Straßenrapper Xatar, den der Schauspieler im Film “Rheingold” von Regisseur Fatih Akin (Kinostart Ende Oktober) spielen wird, zur Musik des 25-Jährigen? “Ich war echt erstaunt, weil es wahnsinnig gut ankam”, beschreibt es Sakraya. “Auch die Rapper in seinem Umfeld konnten etwas damit anfangen. Ich dachte vorher, dass Künstler, die solch eine Rapmusik machen, meine Musik eher nicht so cool finden.”

(S E R V I C E – www.instagram.com/emilio_sakraya_/?hl=de)

Von: APA/dpa

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