Verweigerte u.a. Therapie-Sitzungen für Sexualstraftäter

Entlassung Bill Cosbys aus der Haft auf Bewährung abgelehnt

Freitag, 28. Mai 2021 | 07:20 Uhr

Der wegen sexueller Nötigung verurteilte US-Schauspieler und Entertainer Bill Cosby (83) kommt nicht auf Bewährung frei. Die Bewährungskommission im US-Staat Pennsylvania habe sich dagegen ausgesprochen, berichteten US-Medien am Donnerstag unter Berufung auf den schriftlichen Bescheid des Ausschusses vom 11. Mai. Demnach erfüllte Cosby mehrere Auflagen nicht. Die Behörde bemängelte u.a., dass der Komiker nicht an Therapie-Sitzungen für Sexualstraftäter teilgenommen habe.

Sie hätten diese Entscheidung erwartet, teilte Cosbys Sprecher Andrew Wyatt laut “Deadline.com” mit. Cosby habe von Beginn an auf seine Unschuld gepocht und sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen. Er hoffe weiter darauf, dass seine Verurteilung aufgehoben oder ein neues Verfahren genehmigt werde.

Cosby befindet sich seit 2018 wegen sexueller Nötigung im Gefängnis, wo er eine Strafe von mindestens drei und höchstens zehn Jahren Haft absitzen muss. Zahlreiche frühere Anträge auf Berufung und vorzeitige Haftentlassung waren abgelehnt worden. Beim höchsten Gericht in Pennsylvania hat er einen weiteren Berufungsantrag laufen.

Mehr als 60 Frauen hatten Cosby sexuelle Übergriffe unterschiedlicher Art vorgeworfen. Im Prozess ging es allerdings nur um einen einzigen Fall aus dem Jahr 2004. Die Jury sah es als erwiesen an, dass Cosby eine Frau mit Tabletten hilflos gemacht und dann sexuell genötigt hatte.

Von: APA/dpa

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