Harte Kritik gegen Xavier Naidoo

Ex-Bundespräsident sieht Naidoo in der Verantwortung

Donnerstag, 11. Mai 2017 | 09:04 Uhr

Der deutsche Ex-Bundespräsident Christian Wulff (57) nimmt den Sänger Xavier Naidoo wegen seiner umstrittenen Liedtexte in die Verantwortung. “Er begibt sich in die Nähe von Totengräbern der Demokratie, in die Nähe des Hasses”, kritisierte Wulff im “Mannheimer Morgen” (Donnerstag).

Naidoo verfüge als erfolgreicher Musiker über viel Macht. “Und wer über viel Macht verfügt, der hat auch viel Verantwortung.” Dieser werde der Sänger aber so nicht gerecht.

Naidoo und seine Band Söhne Mannheims sehen sich dem Vorwurf des Rechtspopulismus ausgesetzt, unter anderem wegen kritischer Zeilen über Politiker in ihrem neuen Lied “Marionetten”. Anfang der Woche hatte es deswegen ein Krisentreffen zwischen der Stadt Mannheim und der Popband gegeben – Naidoo hatte danach mitgeteilt, dass das Lied zugespitzt und möglicherweise missverständlich sei. Die Radiosender NDR 2 und Bremen Vier distanzierten sich von Konzerten mit Naidoo.

Von: APA/dpa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Ex-Bundespräsident sieht Naidoo in der Verantwortung"


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gauni2002
gauni2002
Universalgelehrter
12 Tage 11 h

Jemand, der Kunstfreiheit beschneiden will, politische Korrektheit auferlegen will, der hat absolut nichts von Demokratie verstanden. 

Staatsfeind
Staatsfeind
Grünschnabel
12 Tage 10 h

Demokratie heißt nur dass die Mehrheit alles entscheidet. Sie kann auch entscheiden dass alle rosa Unterhosen tragen müssen. Es gibt keine Instanz über der Demokratie, keine Moral, kein Recht. Deshalb finde ich ist die Demokratie auch ein großer Schmarrn.

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
12 Tage 7 h

…wenn Kunst nicht frei ist, landet man in Diktatur…unter den Nazis war die Kunst nicht frei…

witschi
witschi
Universalgelehrter
12 Tage 8 h

warum? nur weil er die wahrheit singt? die politiker haben wohl die hosen voll

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