Frederic Prinz von Anhalt sitzt auf gepackten Koffern

Flammen vor dem Promi-Viertel Bel Air in Südkalifornien

Donnerstag, 07. Dezember 2017 | 12:32 Uhr

Die verheerenden Waldbrände in Südkalifornien haben am Donnerstag auch das weltbekannte Viertel Bel Air in Los Angeles bedroht. Die Hügel des Stadtteils waren in dichten Rauch gehüllt, Flamen frästen sich durch die vertrocknete Landschaft. Internet-Videos zeigten eine rote Feuerwand neben einem Highway.

Die Interstate 405 ist eine der meist befahrenen Autobahnen der USA und wurde teilweise gesperrt. Sie führt auch direkt an dem Hang mit dem weltberühmten Getty-Kunstmuseum im Westen von Los Angeles vorbei. Nur mit Mühe konnte die Feuerwehr am Mittwochabend die Flammen des sogenannten Skirball-Feuers vor dem Gebäude eindämmen.

Auf der anderen Seite der Autobahn 405 ist die Lage ebenfalls dramatisch: Hier sind die Luxusvillen des Promi-Viertels von Bel Air bedroht. In dem Gebiet sind nach Behördenangaben am Mittwoch mindestens vier Häuser abgebrannt und elf beschädigt worden. Mehrere Straßenzüge wurden geräumt. Die Feuerwehr hat Anrainer alarmiert, notfalls für eine rasche Evakuierung bereit zu stehen.

Auch der deutsche Frederic Prinz von Anhalt, der nach dem Tod seiner Frau Zsa Zsa Gabor vor einem Jahr weiter in der Villa in Bel Air lebt, sitzt auf gepackten Koffern. “Ich habe wichtige Unterlagen, zwei Gemälde meiner Frau und ihre Urne ins Auto gepackt”, sagte der 74-Jährige. “Ich kann den starken Rauch sehen, der in unsere Richtung zieht.” Im Ernstfall könne er schnell weg. Andere haben das bedrohte Viertel schon verlassen.

Sein Moraga-Weingut in den Hügeln von Bel Air sei geräumt worden, teilte Medien-Mogul Rupert Murdoch dem “Hollywood Reporter” mit. Die Flammen hätten Teile des Anwesens erfasst, berichteten US-Medien. Sänger Lionel Richie twitterte, er helfe seiner Familie dabei, einen “sichereren Ort” zu finden. TV-Star Kim Kardashian Banks dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz.

Die Feuerwehr in Los Angeles nutzt einen Index, der täglich das Risiko für Buschfeuer bestimmt. Ist dieser höher als 165, ist die Gefahr extrem hoch. Aktuell liegt der Index bei fast 300. Es sei der höchste je ermittelte Wert auf der Gefahrenskala, teilte der Branddirektor der L.A.-Feuerwehr dem Sender CNN mit.

Von: APA/dpa

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