Gabalier blieb der Echo-Gala fern

Gabalier räumte Echo in Kategorie “Volkstümliche Musik” ab

Freitag, 07. April 2017 | 05:25 Uhr

Andreas Gabalier hat am Donnerstagabend in Berlin den deutschen Musikpreis Echo in der Kategorie “Volkstümliche Musik” bekommen. Er blieb der Verleihung aber wie viele andere Geehrte fern. Christina Stürmer ging in der Kategorie “Künstlerin international” leer aus. Großer Sieger des Abends war der 70-jährige Panikrocker Udo Lindenberg mit gleich drei Auszeichnungen.

Lindenberg wurde als bester Künstler des Jahres national geehrt und erhielt für sein Werk “Stärker als die Zeit” auch die Auszeichnung “Album des Jahres”. Außerdem gewann er und sein Team den Produzenten-Preis. “Jetzt bin ich ehrlich geplättet. Jetzt bin ich wirklich stehend K.o.”, sagte Lindenberg bei der Preisverleihung. “Andere Leute gehen in Rente und wir pushen immer weiter.”

Großer Verlierer war das Produzentenduo Stereoact, das keine seiner drei Nominierungen in einen Preis ummünzen konnte. Ihr Hit “Die immer lacht” war das meistverkaufte Lied im vergangenen Jahr, womit früher der Echo sicher gewesen wäre. Nach den neuen Vergabekategorien setzte sich beim Hit des Jahres nun “One Dance” von Rapper Drake feat. Wizid & Kyla durch.

Auch die großen Favoriten des Abends mussten sich mit zwei Preisen zufriedengeben: Das Hip-Hop-Trio Beginner war in vier Kategorien nominiert, gewann letztlich aber nur in den Sparten Hip Hop/Urban national und den Kritikerpreis. “Das ist das erste Mal, dass wir gleich zwei Echos bekommen. Vielen Dank dafür. Das ist auf jeden Fall Hammer”, sagte Rapper Denyo. Bei all den miesen Rezensionen für ihr Album “Advanced Chemistry” sei der Kritikerpreis “der größte Treppenwitz des Jahres”, sagte sein Bandkollege Jan Delay.

Als internationaler Newcomer und “Künstler international” wurde der Engländer Rag’n’Bone Man (“Human”) ausgezeichnet. “Künstlerin international” wurde Sia (“This is acting”), die sich gegen die US-Sängerinnen Beyonce und Rihanna sowie die favorisierte Französin Imany durchsetzte. In dieser Kategorie war auch die Oberösterreicherin Christina Stürmer nominiert gewesen. Als “Band international” wurden die legendären US-Hardrocker Metallica geehrt.

Sängerin Ina Müller erhielt den Preis in der Kategorie “Künstlerin Pop national”. Die Musiker der Band AnnenMayKantereit (“Alles nix Konkretes”) gewannen den Echo als beste nationale Newcomer – nahmen des Preis aber nicht persönlich entgegen, weil sie ein Konzert in Saarbrücken spielten. Andrea Berg bekam den Echo in der Kategorie Schlager. “Ich bin sehr, sehr stolz und sehr, sehr dankbar für diesen Preis”, sagte Berg auf der Bühne. Marius Müller-Westernhagen erhielt den Preis für sein Lebenswerk.

Bei der Gala gab es auch Misstöne. Nach der Kritik von TV-Satiriker Jan Böhmermann schoss der Toten-Hosen-Sänger Campino auf der Bühne heftig zurück: “Lieber uncool sein als ein cooles Arschloch, das sich nicht konstruktiv einbringen kann”, sagte Campino. Er sprach auch von “Böhmermannschem Zeitgeistgeplapper”.

Böhmermann hatte kurz vor der Gala in seiner Sendung “Neo Magazin Royale” von “seelenloser Kommerzkacke” gesprochen, die der Echo immer wieder ehre. Dabei nahm er besonders den zweifach nominierten Sänger Max Giesinger aufs Korn. Bereits 2014 hatte Böhmermann sich über Campinos “Band Aid”-Projekt lustig gemacht.

Für musikalische Unterhaltung war allerdings auch gesorgt: Beth Ditto sang ebenso wie Udo Lindenberg gemeinsam mit Wolfgang Niedecken, Johannes Oerding, Henning Wehland und Daniel Wirtz. Sie performten den Song “Einer muss den Job ja machen”. Und auch die Sänger Tim Bendzko, Wincent Weiss und Max Giesinger standen zusammen auf der Bühne.

Die Sänger Sascha und Xavier Naidoo moderierten die Show in den Berliner Messehallen. Gezeigt wird die Gala allerdings erst am Freitagabend um 20.15 Uhr im Privatsender Vox. Bisher hatte die ARD die Show live übertragen, war aber nach mageren Zuschauerquoten ausgestiegen.

Die Zahl der Preiskategorien wurde von 31 auf 22 gekürzt, auch die Auswertungsbasis hat sich geändert. Zwar waren für die Nominierung die Verkaufszahlen entscheidend, die Jury bekam bei der Preisvergabe aber mehr Gewicht, ihr Votum floss neben dem kommerziellen Erfolg zu 50 Prozent in das Ergebnis ein. Zu den rund 500 Juroren gehörten Journalisten, Händler, Produzenten, ehemalige Preisträger und Nominierte sowie Label-Vertreter.

Von: APA/ag.

Kommentare

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6 Kommentare auf "Gabalier räumte Echo in Kategorie “Volkstümliche Musik” ab"


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MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
16 Tage 9 h

Andreas Gabaliér,was war der Grund des Fernbleibens???bist du etwa überheblich geworden. Für Konsul W…………und seiner schönen Gattin hast du sogar “PRIVAT” gesungen um eine anscheinend beträchtliche “GAGE”einzusacken,oder dein Managment??????? merk dir ein Sprichwort:Steige nie zu hoch,so kannst du nie tief “FALLEN”  Schade warst mir bis jetzt sympatisch,was ich nach bestimmten Vorfällen nicht mehr sagen kann:Bleib afn Bodn Bua,trotzn Geld!!!! Lass deine Familie aus dem Spiel,ist noch schäbiger!!!!

Albert
Albert
Grünschnabel
16 Tage 9 h

Nicht anwesend, also kein Interesse, folglich gehört auch kein Preis verliehen. Lächerlich eine solche Arroganz.

moler
moler
Grünschnabel
16 Tage 11 h

Hauptsoch auf wikipedia steat wos du in dein leben olls derroacht hosch
Brauchsch nit an gonzn obnd um die ohrn haudn

thomas
thomas
Superredner
16 Tage 9 h

bravo Andreas. Frei mi

santina
santina
Superredner
16 Tage 9 h

Seelenlose Kommerzkacke. 

Schlumpfi
Schlumpfi
Grünschnabel
16 Tage 7 h

Andreas @ Du wersch mor olleweil sympatischer.😆
Dei gonzn Kasperle Theater kennen, terfn und miassn auhern.

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