Gary Oldman und Kristin Scott Thomas verkörpern die Churchills

Gary Oldman froh über Rolle als Churchill

Donnerstag, 11. Januar 2018 | 10:08 Uhr

Der britische Schauspieler Gary Oldman ist stolz auf seine Rolle als legendärer Premierminister Winston Churchill. “Was für ein Geschenk, die Chance zu haben, diesen Mann zu spielen und die Worte “Blut, Tränen und Schweiß” zu sagen”, sagte der 59-Jährige unter Anspielung auf Churchills berühmte Rede vor dem britischen Unterhaus in einem dpa-Interview.

In “Die dunkelste Stunde” (Kinostart 18.1.) spielt Oldman Churchill. Er sei vorher aber auch skeptisch gewesen: “Ich sehe Churchill überhaupt nicht ähnlich”. Dennoch gelang dem Spezialeffekte-Designer Kazuhiro Tsuji, Oldman mit Polsterungen und künstlichen Hautlappen in Churchill zu verwandeln. Die Rolle war für den Briten eine willkommene Gelegenheit, das Image als Filmbösewicht abzustreifen. “Ich habe ein paar Gangster gespielt, und nach der ganzen Luc-Besson-Geschichte wurde ich immer auf einen Typen festgelegt.” Mit Besson drehte er etwa “Leon – der Profi” oder “Das fünfte Element”.

Die Golden Globes würdigten Oldman bereits als besten Schauspieler – auch wenn er “gerne etwas Gesellschaft dabei gehabt hätte”, sagte der Darsteller – denn weder Film noch Regisseur waren bei den Globes nominiert.

Die Schauspielerin Kristin Scott Thomas bewundert unterdessen die Ehefrau von Winston Churchill. Clementine Churchill habe ihrem Mann gesagt, was sich sonst keiner traute, sagte die 57-jährige Scott Thomas. Die britisch-französische Schauspielerin verkörpert an der Seite von Gary Oldman Churchills Frau.

“Wenn man sieht, wie unangenehm Churchill zu Menschen war, die er nicht ausstehen konnte – sie muss wirklich klug gewesen sein und konnte auch austeilen”, sagte Scott Thomas (“Vier Hochzeiten und ein Todesfall”, “Der englische Patient”). Reale, historische Personen zu spielen, fände sie eigentlich “schrecklich”. “Ich würde es hassen, wenn jemand meine Oma falsch porträtieren würde. Aber irgendwann muss man aufhören, darüber nachzudenken und es einfach machen.”

Als Schauspielschülerin sei ihr einst prophezeit worden, dass sie es niemals schaffen würde. Das habe weh getan, sie aber auch angestachelt, sagt sie heute. “Es hat mich schon geschädigt. Aber ich bin hier! Und Leute geben mir immer noch Jobs.”

Von: APA/dpa

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