Juristischer Erfolg für Herzogin Kate

Geldstrafen im Paparazzi-Prozess um Fotos von Herzogin Kate

Dienstag, 05. September 2017 | 17:21 Uhr

Fünf Jahre nach der Veröffentlichung von Oben-ohne-Fotos von Herzogin Kate erhalten sie und ihr Mann Prinz William zusammen mehr als 100.000 Euro Schadenersatz. Zwei Verantwortliche der französischen Zeitschrift “Closer” müssen zudem Höchststrafen von zusammen 90.000 Euro zahlen, urteilte ein Gericht in Nanterre bei Paris am Dienstag, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Das Gericht blieb beim Schadenersatz weit unter der Forderung der Londoner Royals, die 1,5 Millionen Euro wollten. Das People-Magazin “Closer” hatte im September 2012 Bilder veröffentlicht, die Kate beim Sonnenbaden mit nacktem Oberkörper auf dem Balkon eines Privatanwesens mit Schwimmbad in Südfrankreich zeigen. Das Ehepaar war im Urlaub, die Fotos wurden wohl per Teleobjektiv aufgenommen. Kate und William hatten Strafanzeige gestellt. Vor Gericht standen mehrere Medienverantwortliche und Fotografen – sie wurden wegen Verletzung der Privatsphäre oder Beihilfe schuldig gesprochen.

Zwei Fotografen erhielten jeweils Geldstrafen von 10.000 Euro, die zum Teil auf Bewährung ausgesetzt wurden. Die “Closer”-Verantwortlichen und die beiden Fotografen müssen gemeinsam für den Schadenersatz von jeweils rund 50.000 Euro für Kate und William aufgekommen, wie AFP berichtete.

Der Anwalt des Blatts, Paul-Albert Iweins, begrüßte, dass der Schadenersatz weit unter der Forderung von Kate und William liege. Man habe sich damit der französischen Rechtssprechung angenähert. Die Strafzahlungen erschienen ihm hingegen als übertrieben. Der Anwalt der Royals, Jean Veil, äußerte sich nicht im Detail zu dem Spruch.

Während des Prozesses hatte Prinz William, Nummer zwei der britischen Thronfolge, in einem von seinem Anwalt verlesenen Schreiben an den dramatischen Tod seiner Mutter Diana erinnert: Die Veröffentlichung der Fotos von ihm und seiner Frau sei “schockierend” und “schmerzhaft” gewesen, erinnere sie doch an “die Belästigung, die Ursache für den Tod meiner Mutter Diana war”.

Prinzessin Diana war 1997 in Paris bei der Flucht vor Paparazzi bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ihr Todestag jährte sich vergangene Woche zum 20. Mal.

Von: APA/dpa/ag.

Kommentare

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12 Kommentare auf "Geldstrafen im Paparazzi-Prozess um Fotos von Herzogin Kate"


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MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
16 Tage 6 h

Die Dame scheint wohl nix mehr zu kapieren,wenn sie das Geld bekommt ,soll sie es WOHLTÄTIGEN Zwecken zuführen! Braucht sich  nicht wundern,wenn sie ,wenn es stimmt???oben Ohne rumläuft!

Leonor
Leonor
Tratscher
16 Tage 6 h

Was würdest du machen wenn dir dauernd a liebestoller Stalker ständig hinter dir läuft ohne ruhe zu geben. Deine Bitte und drohungen fruchten nicht und dieser Stalker läuft decht trotz warnungen wie der Teufel hinter dir? Das würde dir a echt teiflisch auf die nervn gehen und diese anzeige beim Gericht landn…

Dagobert
Dagobert
Tratscher
16 Tage 2 h

@Leonor : aber Kate ist wohl auch selber schuld, eine Dame mit ihrem Bekanntheitsstatus kann es sich einfach nicht leisten Oben ohne das Zimmer zu verlassen, wo sie doch genau weiss dass hinter jeden Strauch so ein Paparazzispinner passt.
Was der wohl für diese Fotos kassiert hat ?

Pazzoide
Pazzoide
Grünschnabel
16 Tage 1 h

@Dagobert ich glaub kaum, dass sich der paparazzo hinter einem strauch verstecken musste, denn die fotos wurden aus rund 800m (!) entfernung gemacht…

efeu
efeu
Grünschnabel
16 Tage 4 h

von einer Privatsphäre nie was gehört? recht hot sie

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
14 Tage 9 h

Einerseits brauchen sie die Presse, damit sie nicht in Vergessenheit geraten und das Königshaus völlig “out” wird, andererseits sollten sie dann halt auch wissen, dass man solche Fotos zu machen versucht und das kleine Stückchen Stoff des Bikinis tragen.
Gute Entscheidung vom Gericht, so weit unter der Forderung zu bleiben.

Solbei
Solbei
Superredner
16 Tage 3 h

Ma dai a so an Auflauf wegn zwoa …. Afn Strond sigsche genua dorfun. Wos hobnen ihre speziells?

PuggaNagga
PuggaNagga
Superredner
16 Tage 2 h

In de zwoa bingelen fliesst blaues blut…

mandela
mandela
Grünschnabel
16 Tage 2 h

also einfach mal oben ohne auf den balkon… hallooo, da kann man doch damit rechnen, dass man fotografiert wird..

Geri
Geri
Tratscher
15 Tage 10 h
@ mandela   Das ist nicht so einfach, wie du dir das so vorstellst. Laut Privacy gilt, dass alles, was auf öffentlich zugänglichen Orten fotografiert wird, keine Privacy herrscht, wenn die Person, die aufs Bild kommt, nicht explizit das Motiv darstellt. D.h. wenn ich den Trevibrunnen in Rom fotografieren möchte, und dabei Personen mit aufs Bild bekomme, ist leicht ersichtlich, dass das eigentliche Motiv der Brunnen ist. Wenn ich aber Personen ablichte, die sich auf privatem Grund befinden, und dabei doch irgendwie auf mein Bild bekomme, darf ich das Bild so nicht veröffentlichen noch kommerziell nutzen. Ausserdem darf ich auf keinen… Weiterlesen »
Geri
Geri
Tratscher
16 Tage 4 h
Dem Magazin “Closer” sollte es genauso ergehen, wie damals Gawker Media, dem US-Blog Gawker.com gegen Hulk Hogan, das von einem Gericht zu 140 Mio US-Dollars Schadenersatz verurteilt worden war. Das Gawker Media-Unternehmen mußte Insolvenz anmelden und existiert nicht mehr. Der Gründer von Gawker Nick Denton musste auch privat Insolvenz anmelden. Denn auch für die Medien soll Privatsphäre unantastbar bleiben, wie für alle anderen. Nur, wenn die Strafen so hoch sind, dass die Existenz des Mediums bedroht ist, werden die Zeitungsfritzen die Grenze zwischen Öffentliches und Privates akzeptieren. Egal, wie der Prozess ausgeht, die Lizenz sollte auf jeden Fall entzogen werden… Weiterlesen »
Targa
Targa
Grünschnabel
15 Tage 10 h

Ich denke recht viel wird auf diesen Fotos nicht zu sehen sein. Herzogin Kate ist sehr schlank und ich denke soviel Geld als Entschädigung eines Fotos finde ich ein bißchen übertrieben bei dem Lohn den die Royals jährlich von den Steuerzahlern kassieren. Sollte sie das Geld kassieren würde ich es sehr schön finden, wenn Sie es einem wohltätigen Zweck investieren würde. Im Gedenken an Lady Diana!

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