Lollobrigida nahm die Ehrung persönlich entgegen

Gina Lollobrigida bekam einen Stern auf dem Walk of Fame

Freitag, 02. Februar 2018 | 11:02 Uhr

Sie war Männerschwarm und Sexsymbol, ließ sich aber nicht auf ihr Aussehen reduzieren: Mit dem Stern auf dem Walk of Fame bekommt Gina Lollobrigida eine späte Auszeichnung. Die Italienerin liebte den Film, schlug später im Leben aber auch andere Wege ein.

Die italienische Filmdiva Gina Lollobrigida, die unter anderem an der Seite von Humphrey Bogart und Frank Sinatra spielte, ist im Alter von 90 Jahren mit einem Stern auf dem Walk of Fame geehrt worden. “Sie behandelten mich wie eine Königin. Das werde ich nie vergessen, all die Liebe”, erinnerte sich die sichtlich gerührte Schauspielerin, Fotografin und Bildhauerin, als am Donnerstag (Ortszeit) die 2.628. Plakette auf dem berühmten Hollywood Boulevard enthüllt wurde.

Lollobrigida, die 1927 im Örtchen Subiaco östlich von Rom geboren wurde und in der Hauptstadt Malerei und Bildhauerei studierte, kam eher zufällig zum Film. Lange galt sie als “schönste Frau der Welt” und war vor allem in den 50er und 60er Jahren ein Schwarm vieler Männer. Zu ihren bekanntesten Filmen zählen “Fanfan, der Husar” und “Die Schönen der Nacht” (beide 1952) sowie “Der Glöckner von Notre Dame” (1956) mit Anthony Quinn.

Später war Lollobrigida als Fotojournalistin und Bildhauerin erfolgreich. “Die Bildhauerei war meine erste Liebe, als ich in Rom bei der Kunsthochschule begann.” Als Fotografin porträtierte sie unter anderem den kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro, den Surrealisten Salvador Dalí und US-Außenminister Henry Kissinger.

Das Geheimnis ihres hohen Alters sei die Arbeit, sagte Lollobrigida. “Wenn ich arbeite, fühle ich mich lebendig.” Die Welt der Filme bezeichnete sie als “Magie” und erinnerte sich daran, wie sie in Hollywood, aber auch Großbritannien, Italien, Afrika und anderswo drehte. “Mit nur einem Film kann man rund um die Welt bekannt sein. Sie liebten mich und ich habe versucht, in allen Filmen mein Bestes zu geben. Ich bin sehr glücklich.”

Von: APA/dpa