Toni (2.v.r.) ist nicht nachtragend

GNTM-Finalistin Toni wurde wegen ihrer Hautfarbe gemobbt

Dienstag, 22. Mai 2018 | 17:45 Uhr

GNTM-Finalistin Toni (18) wurde als Kind wegen ihrer schwarzen Hautfarbe ausgegrenzt und gehänselt. “Es ist oft so, dass man – wenn man nicht so aussieht wie andere, sprich Hautfarbe, Nationalität – dann wird man schnell angegriffen”, sagte die Stuttgarter Schülerin, die mit drei anderen jungen Damen im Finale der ProSieben-Show “Germany’s next Topmodel” (GNTM) steht, am Dienstag in Düsseldorf.

Ihre Mutter habe sie dann immer damit getröstet, dass man nur dann gemobbt werde, wenn man etwas Besonderes sei. Irgendwann werde die Zeit kommen, wenn sich alles umdrehe.

“Und tatsächlich ist jetzt die Zeit gekommen”, erzählte Toni. “Viele, die mich früher nicht mochten, die mich früher nicht angeschaut haben, die mich früher ausgelacht haben, die kommen jetzt an und schreiben mir ‘viel Glück’ und ‘viel Erfolg’. Und ich bin dann nicht nachtragend, sondern ich sag dann auch Dankeschön. Und ich weiß dann auch, okay, jetzt ist die Zeit gekommen ist, von der meine Mama immer gesprochen hat.”

Tonis Eltern waren vor mehr als 20 Jahren aus Nigeria nach Deutschland gezogen. An diesem Donnerstag (20.15 Uhr) überträgt ProSieben das Finale der 13. GNTM-Staffel mit der Poetry-Slam-Liebhaberin.

Von: APA/dpa