Auch im Alter hält sich der Frauenschwarm gut

Hollywoodstar und Buddhist – Richard Gere wird 67

Mittwoch, 31. August 2016 | 08:53 Uhr

Obdachloser, Klatschreporter, Anwalt oder Gynäkologe: Das Rollen-Portfolio von Richard Gere, der am 31. August seinen 67. Geburtstag feiert, ist bunt. Im September soll beim Toronto Film Festival sein neuester Film Premiere feiern, “Norman: The Moderate Rise and Tragic Fall all of a New York Fixer”. Er gibt darin einen Unternehmer und “Macher”.

Der Thriller mit Gere in der männlichen Hauptrolle soll “Imdb.com” zufolge kommendes Frühjahr in den US-Kinos starten. Ebenfalls für 2017 ist das Drama “The Dinner” angekündigt, in dem Gere einen Politiker und Vater spielt. Kurzum: Die Filmografie des Schauspielers wird von Jahr zu Jahr länger.

Richard Tiffany Gere kam am 31. August 1949 in Philadelphia, Pennsylvania, zur Welt. Er wuchs als Sohn eines Versicherungsvertreters und einer Hausfrau auf. Der musikalische Bub, der mehrere Instrumente lernte, galt als der Introvertierte unter den fünf Geschwistern. Nach der Schule studierte er Philosophie, bevor ihn das Theater lockte. In der Londoner Inszenierung des Musicals “Grease” kam er erstmals groß heraus. Eine Rolle als Homosexueller in einem deutschen Konzentrationslager in Martin Shermans Drama “Bent” (1979/1980) am Broadway brachte ihm einen Vergleich mit dem jungen Marlon Brando ein.

Den Durchbruch zum Hollywoodstar schaffte er 1980 mit “Ein Mann für gewisse Stunden” (im Original: “American Gigolo”). Es folgten das Drama “Ein Offizier und Gentleman”, was seiner Karriere weiteren Auftrieb gab – und dann etliche Flops. Erst 1990 gewann er als bestechlicher Cop in “Internal Affairs” die Gunst des Publikums und der Kritik zurück. Im selben Jahr kam auch “Pretty Woman” in die Kinos, inzwischen ein Klassiker. Gere habe sich anfangs nur des Geldes wegen für die moderne Märchenprinz-Story mit Julia Roberts entschieden, wie er einmal in einem Interview mit der “Huffington Post” zugab. Erst beim Dreh habe er Gefallen an der Geschichte gefunden. Das Traummann-Image wird er seitdem nicht mehr los. Auch im fortgeschrittenerem Alter ist er immer noch ein amerikanisches Sex-Symbol.

Sein Privatleben behält er für sich. Es ist aber bekannt, dass er über 40 war, als er seine Schauspielkollegin Cindy Crawford, heute 50, heiratete. Die Ehe hielt kaum vier Jahre. Nach der Scheidung zog Gere dann mit dem ehemaligen Bond-Girl Carey Lowell (55, “James Bond 007 – Lizenz zum Töten”) zusammen. Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn und gab sich 2002 das Jawort – lebt aber schon seit Jahren wieder getrennt.

Öffentlich gemacht hat er indes seine Zuwendung zum Buddhismus. Ihn verbindet eine tiefe Freundschaft mit dem Dalai Lama. Bei dessen Vorträgen sitzt er manchmal neben ihm auf der Bühne. Gere ist auch Mitbegründer des Tibet-Hauses in New York, einer Organisation zum Erhalt der bedrohten Kultur. Ein Teil seiner Gagen soll in die nach ihm benannte Stiftung einfließen, die humanitäre Projekte in aller Welt unterstützt.

Von: APA/dpa

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