"Terrier-Krieg" geht in die nächste Runde

Johnny Depp droht in Australien Anklage wegen Meineids

Dienstag, 27. Juni 2017 | 11:24 Uhr

Weil Johnny Depp seine zwei Hunde 2015 heimlich nach Australien eingeschmuggelt hat, droht dem Schauspieler nun eine Anklage wegen Meineids. Australiens Vize-Premierminister Barnaby Joyce sagte zu den Vorwürfen gegen Depp am Dienstag im australischen Rundfunk: “Es gibt dafür einen Begriff: Es wird Meineid genannt.”

Depp soll seine Yorkshireterrier Pistol und Boo an Bord eines Privatjets heimlich nach Australien gebracht haben, obwohl die Quarantäne-Auflagen des Landes äußerst strikt sind. Nachdem dies aufflog, war seine damalige Frau Amber Heard mit einer Geldstrafe davongekommen. Depp wird nun aber vorgeworfen, er habe wissentlich das Gesetz gebrochen, indem er die Hunde nach Australien brachte. Medienberichten zufolge soll er einen Angestellten gedrängt haben, den Kopf dafür hinzuhalten.

In dem als “Terrier-Krieg” bekannten Fall nahm Vize-Premierminister Joyce nun eine extrem harte Haltung ein. “Wir sind ein Inselkontinent und wir nehmen unsere Bio-Sicherheit sehr ernst und es spielt keine Rolle, ob jemand denkt, er sei Herr Sowieso aus Hollywood, unsere Gesetze müssen befolgt werden”, sagte Joyce, der dafür bekannt ist, dass er gern Cowboy-Hüte trägt. Er hatte einst sogar mit der Einschläferung der Hunde gedroht, sollten sie nicht umgehend in die USA zurückgebracht werden.

Premierminister Malcolm Turnbull nahm die Sache etwas leichter und witzelte im Radiosender Triple M: “Ich würde nicht gerne zwischen Johnny und Barnaby geraten…. ein Pirat trifft auf einen Cowboy.” Vielleicht könnten beide einen Film zusammen drehen, fügte er hinzu. Depp wurde auch durch seine Rolle in der Piratensage “Fluch der Karibik” weltberühmt.

Depp hat bereits riesigen Ärger in den USA, nachdem er vor einer johlenden Menge beim Glastonbury-Kulturfestival in England mit Blick auf Trump gesagt hatte: “Wann war das letzte Mal, das ein Schauspieler einen Präsidenten umgebracht hat? (…) Es ist eine Weile her, und vielleicht ist es an der Zeit.” Später entschuldigte er sich.

Von: APA/ag.