Etwas "irritierend" sollte Comedy aber schon sein

Josef Hader verteidigt in deutschen Medien die Comedy

Samstag, 04. März 2017 | 11:25 Uhr

Josef Hader (55) erteilt dem Kulturpessimismus beim Kabarett eine Absage. “Die junge Generation unterscheidet nicht mehr so sehr zwischen Kabarett oder Comedy. Das ist gut so”, sagte der österreichische Kabarettist, Schauspieler und Filmemacher dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Samstag). “Comedy muss nicht banal sein. Es ist wie beim Essen: Es gibt alles auch in gut.”

Er habe sich einst aus den USA inspirieren lassen, etwa von der Stand-up-Comedy eines Woody Allen und dessen Auftritten in Las Vegas, erläuterte Hader. “Die jüngeren Kollegen und Kolleginnen kennen heute über YouTube die großen amerikanischen und englischen Comedians. Eine neue Generation findet eine neue Sprache. Man muss sich keine Sorgen machen.”

Einige Kabarettkollegen sieht Hader dabei durchaus kritisch: “Bei manchen Kabarettvorstellungen herrscht eine Einigkeit wie in einem Bierzelt. Jeder weiß, wer die Bösen und wer die Guten sind. Das versuche ich zu vermeiden. Ich will kein populistisches Kabarett, bei dem sich alle gegen “die da oben” verbünden und reines Politiker-Bashing betreiben.” Man müsse das Publikum irritieren.

Von: APA/dpa