Schwarzengger hat seine Tochter Christina im Schlepptau

Kitzbühel: “Arnie” versteigerte für das Klima

Freitag, 20. Januar 2023 | 09:54 Uhr

Die Hahnenkamm-“Snowciety” durfte am Donnerstagabend erstmals richtig ausschwärmen und die Society-Festspiele in und rund um Kitzbühel glanzvoll eröffnen. Niemand geringerer als deren größter Name, Arnold Schwarzenegger, bat dazu in den Stanglwirt in Going zum Charity-Dinner samt Auktion für den Klimaschutz, ganz handfest gesagt für die “Schwarzenegger Climate Initiative”. Dabei wurden 1,2 Mio. Euro lukriert. Die “Steirische Eiche” genoss auch 2023 das Blitzlichtgewitter.

Begleitet von seiner Tochter Christina, Freundin Heather Milligan und seinem Neffen und Anwalt Patrick Knapp-Schwarzengger beschritt der “Terminator”, Hollywoodstar und ehemalige Gouverneur von Kalifornien forschen Schrittes den Red Carpet im Stanglwirt. In noblem Anzug und mit roter Krawatte gab er sich sichtlich gut gelaunt und konnte dem Rummel um seine Person zweifellos so einiges abgewinnen.

Auf eine Wortspende seinerseits musste man dennoch vergeblich warten. Stattdessen begab er sich baldigst nach getaner Promi-Pflicht über den Red Carpet in Richtung Reithalle, in der zahlreiche Ausstellungsstücke von einem schicken Dinner umrahmt unter den Hammer kommen sollten.

Darunter waren etwa: Ein Humidor mit klarer Terminator-Referenz, signierte Skier von Lindsey Vonn, eine exakte Replik der Lederjacke aus “Terminator 2”, ein Bild seines Freundes und Hobbymalers, Hollywoodstar Sylvester Stallone, ein Kunstwerk von Gottfried Helnwein oder ein Gemälde aus der Feder des brasilianischen Künstlers Romero Britto, der sich zuvor auch ausgiebig und posierfreudig am roten Teppich zeigte. Der Erlös kommt jedenfalls laut dem Veranstalter der “Schwarzenegger Climate Initiative” zugute, die unter anderem jedes Jahr im Mai den “Austrian World Summit” in Wien ausrichtet und weltweit Klimaprojekte unterstützt.

Wenn die “Steirische Eiche” ruft, dann stehen natürlich die Promis Gewehr bei Fuß. Das waren beispielsweise: “Volks-Rock’n’Roller” Andreas Gabalier in Begleitung der Galeristin Lisa Kandlhofer, Model Barbara Meier mit überaus auffälligen goldenen Stiefeln, Schwarzenegger-Buddy Ralf Moeller, Moderatorin Mirjam Weichselbraun mitsamt Schwester, Lindsey Vonn, die Frontmänner der Band “The BossHoss” oder Schauspieler Hannes Jaenicke.

Diese Promis und die insgesamt mehr oder weniger bekannten 170 Gäste ließen sich nach absolviertem Schaulaufen am oder zumindest rasch über den Red Carpet nicht lumpen und griffen für das Klima tief in ihre Taschen: 1,2 Millionen Euro spielte der ehemalige Gouverneur von Kalifornien für den Umweltschutz ein. Schwarzenegger gab sich angesichts dieser Summe zum Abschluss des Dinners euphorisch: “Natürlich können wir unsere großartige Arbeit nur mit der Unterstützung unserer Freundinnen und Freunde und Unterstützer und Unterstützerinnen fortsetzen. Daher danke ich Ihnen allen, dass Sie diesen Abend zu einem Erfolg gemacht haben und Teil der Lösung sind.” Mit dem Geld will die “Schwarzenegger Climate Initiative” beispielsweise Projekte in Afrika, Asien, Südamerika und der Ukraine unterstützen.

Doch nicht nur der gute und wichtige Zweck stand im Zentrum des Abends, sondern auch für Unterhaltung war bestens gesorgt. “The BossHoss” gaben etwa einige ihrer Songs zum Besten und auch die Versteigerung selbst ging nicht unbedingt bierernst über die Bühne. Der amerikanische Comedian, Schauspieler und Fernsehmoderator Matt Iseman beging seine wichtige Versteigerer-Funktion nämlich mit deutlichem Hang zum Witz und mit einer gehörigen Dosis Charme.

Zur in etwa selben Zeit beging das Land Tirol in Kitzbühel in der “Goldenen Gams” seinen traditionellen “Kitzbühel-Empfang”. Nach dem landesüblichen Empfang mit Schützen und Blasmusik eröffneten Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP), ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober und Michael Huber, Präsident des Kitzbüheler Ski-Clubs, hochoffiziell die 83. Hahnenkammrennen. Anwesend waren neben der gesamten Tiroler Landesregierung mit Ausnahme von Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler (ÖVP), unter anderem Digitalisierungsstaatssekretär Florian Tursky (ÖVP), die Skigrößen von einst, Ernst Hinterseer und Karl Schranz, oder der Präsident der Tiroler Industriellenvereinigung, Christoph Swarovski.

Landeshauptmann Mattle ließ sich schließlich zu einem Bekenntnis hinreißen: “Ich bin ein Skifahrer.” Aber zwischen “Skifahren und Rennsport liegen eben doch Welten”. Vom Mut der Rennsportler ließe sich damit einiges für das Leben und generell lernen, sagte er und übergab im Anschluss an die Musikbegleitung des Abends, der “Stubaier Freitagsmusig”. Der kulinarischen Teil des Events konnte beginnen.

Von: apa

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