Konstantin Wecker macht es sich nicht leicht

Konstantin Wecker bleibt trotz Ukraine-Kriegs Pazifist

Samstag, 23. April 2022 | 13:31 Uhr

Liedermacher Konstantin Wecker hält trotz des Ukraine-Kriegs an der pazifistischen Idee fest. “Für einen alten Pazifisten wie mich ist es natürlich erschreckend zu erleben, was in den letzten Monaten passiert ist”, sagte der 74-jährige Münchner der “Augsburger Allgemeinen”. “Auch, welche Wandlung die grüne Politik durchmacht und die Sprache in den Medien. Das ist furchtbar und macht mir wirklich Angst.”

Als Künstler empfinde er es als Auftrag, utopistische Ideen in die Welt zu tragen. “Die pazifistische Idee darf nicht sterben!”

Wecker kritisierte die Forderung der grünen Außenministerin Annalena Baerbock nach schweren Waffen für die Ukraine und die Suche des grünen Wirtschaftsministers Robert Habeck nach Energiequellen in anderen Staaten. “Der Kniefall von Robert Habeck in Katar ist ja unglaublich. Plötzlich ist es in Ordnung, von solchen Ländern Gas zu beziehen. Da wird gar nicht gefragt, wie putinesk die Staaten sind. Ich glaube, das hat bei Baerbock und Habeck alles mit dieser schrecklichen Verbundenheit mit Macht zu tun.”

Von: APA/dpa

Kommentare

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3 Kommentare auf "Konstantin Wecker bleibt trotz Ukraine-Kriegs Pazifist"


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Tratscher
1 Monat 4 Tage
Wäre auch gerne Pazifist, das ist einer meiner Träume. Leider musste ich von diesem Traum aufwachen, weil Pazifismus in ei er Welt von hochgerüsteten Diktatoren mit totalitären und Menschen verachtenden Regierungen den Pazifismus als Einladung zu Gewalt, Unterdrückung und Versklavung verstehen. All das will ich nicht! Will kein Elend der unterdrückten Bevölkerung, will nicht in Angst und Verzweiflung leben. Diktatoren verstehen leider nur die Sprache der Stärke. Leider! Vielleicht werden wir mal in einer besseren Welt leben, in einer Welt, in der wir Milliardenvezräge nicht mehr für Rüstung, sondern für Gesundheit, Wohlstand, Nachhaltigkeit und soziale Absicherung aller ausgeben können. Dann… Weiterlesen »
Philingus
Philingus
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Ist doch schön, wenn sich Herr Wecker seinen ganz privaten „Pazifismus“ leisten kann. Zu DDR-Zeiten gab es auch viele „Künstler“, die sich Pazifismus leisten konnten. Auch zu Hitler’s Zeiten. Dumm nur, dass sich die UkrainerInnen keinen Pazifismus leisten können und gerade in Mariupol auch dem allerletzten Pazifisten dieser ganz „Wecker-eigene“ Pazifismus ausgeschossen oder ausgeprügelt wird. Na , dann Koks , pardon Prost Herr Wecker!

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Neuling
1 Monat 3 Tage

Ja, der gute alte Wecker! Hat sich als Salon-Pazifist eine goldene Koks-Nase verdient. Sollte sich auf sein Landgut in der Toskana zurückziehen und mit der SPD-Toskana-Fraktion an lauen Sommerabenden ein wenig bechern.

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